Weltfrauentag : Frauen in der Technik: Wie Spiegltec Jobs und Frauenförderung kombiniert

junge mitarbeiterin in schutzkleidung im betrieb beim tiroler industrieunternehmen SPIEGLTEC
© SPIEGLTEC

Technische Berufe gelten nach wie vor als Männerdomäne. Umso relevanter wird die Frage, wie Unternehmen aktiv gegensteuern – und welche Bedingungen Frauen in technischen Berufen tatsächlich zum Bleiben bewegen

Das EPCMV-Unternehmen Spiegltec aus Brixlegg in Tirol etwa verankert Frauenförderung strukturell in der Unternehmenskultur. Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März gibt das Unternehmen Einblick in konkrete Maßnahmen rund um Chancengleichheit, Arbeitsmodelle und weibliche Vorbilder.

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Derzeit liegt der Frauenanteil bei Spiegltec bei rund 22 Prozent. Diesen Wert will das Unternehmen nach eigenen Angaben noch weiter ausbauen.

Chancengleichheit im Arbeitsalltag: Kompetenz statt Geschlecht

Bei Spiegltec sind laut dem Unternehmen transparente Karriereperspektiven, regelmäßige Gespräche zur beruflichen Weiterentwicklung und die frühzeitige Übernahme von Projektverantwortung feste Bestandteile der Personalentwicklung. 

"Ich konnte früh Verantwortung in anspruchsvollen Projekten übernehmen und mich dadurch fachlich wie persönlich weiterentwickeln – nicht, weil es von mir erwartet wurde, sondern weil man mir etwas zugetraut und mich unterstützt hat", erzählt Manuela Neumeier, Team Lead Process & Mechanical Engineering am Standort Leipzig. "Für mich bedeutet Gleichberechtigung im Arbeitsalltag genau das: Vertrauen, Förderung und echte Zusammenarbeit auf Augenhöhe." 


Das soll auch für Nachwuchskräfte gelten. Laura Dachauer absolvierte ihr duales Studium „Smart Building Solutions" am Stammsitz in Brixlegg und schloss es 2025 ab. Ihre Einschätzung: „Vom ersten Tag an als duale Studentin bei Spiegltec – und bis heute – erlebe ich täglich, dass Geschlechterrollen keinen Platz einnehmen, sondern Engagement und Kompetenz im Mittelpunkt stehen. Gelebtes Mentoring im Team sowie die Arbeit in der Gebäudetechnik, insbesondere die Begleitung von Projekten im Gesundheitswesen von der Planung bis zur Fertigstellung, motivieren und bestärken mich in meiner fachlichen Entwicklung."

Vereinbarkeit von Familie und technischer Karriere

Ein zentrales Hindernis für Frauen in technischen Berufen bleibt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Spiegltec begegnet dieser Herausforderung mit flexiblen Arbeitszeiten, Homeoffice-Möglichkeiten und modernen Gleitzeitmodellen.


Christine Skrabl, Process & Mechanical Engineering am Standort Brixlegg, schildert, warum das für sie entscheidend ist: „Das Leben stellt einen immer wieder vor die unterschiedlichsten Herausforderungen. Zum einen möchte ich als alleinerziehende Mutter durch eine gewisse Flexibilität im Beruf – in Form individueller Arbeitszeiten und Homeoffice-Optionen – meinen Kindern gerecht werden. Zum anderen habe ich aber auch in beruflicher Hinsicht gewisse Ansprüche. Ich möchte einem interessanten, qualifikationsgerechten technischen Job nachgehen sowie in einer wertschätzenden Arbeitsumgebung tätig sein, die auf gegenseitigem Vertrauen beruht. Zudem ist es mir wichtig, mit meiner Vollzeitbeschäftigung eine zukunftsorientierte und finanziell sichere Basis zu schaffen."

Früh ansetzen: Von der Schule bis zum Girls' Day

Langfristig setze Frauenförderung in technischen Berufen bereits im Bildungsweg an. Spiegltec engagiert sich über Schulkooperationen, Praktika, Schnuppertage und Messeauftritte. Ein konkreter Baustein ist die Teilnahme am Girls' Day am 23. April.
 

„Diese Initiativen ermöglichen einen niederschwelligen Zugang zu technischen Berufen, da sie diese nicht nur sichtbar, sondern auch greif- und erlebbar machen", sagt Geschäftsführer Christian Peintner. "Langfristig könnten klassische MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) damit ihren Status als Männerdomäne verlieren, was sich positiv auf Innovation und Vielfalt in diesen Disziplinen auswirkt."

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