Porr Aktie News : Porr siegt: Börsianer kürt innovativste Wiener Börse-Aktie
Gips-zu-Gips-Recyclingwerk in Stockerau
- © MW ArchitekturfotografieDas österreichische Finanzmagazin Börsianer kürte die Porr Aktie zur „Innovativsten Aktie Österreichs 2025". Der Baukonzern konnte sich im Ranking gegen 38 weitere börsennotierte Unternehmen im Prime Market Segment der Wiener Börse behaupten.
„Diese Auszeichnung ehrt uns natürlich sehr", sagt Karl-Heinz Strauss, CEO des Bauunternehmens. "Innovation ist untrennbar mit unserem täglichen Geschäft verbunden. Als Bauunternehmen sind wir bestrebt, uns ständig weiterzuentwickeln und schneller, besser und ressourcenschonender zu arbeiten."
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Gipsrecycling als Vorzeigeprojekt der Kreislaufwirtschaft
Den entscheidenden Ausschlag für den Sieg in der Kategorie „Innovation" gab Österreichs erstes Gips-zu-Gips-Recyclingwerk. Porr betreibt die Anlage in Stockerau gemeinsam mit Partnerunternehmen im Rahmen eines Joint Ventures.
Jährlich bereitet das Recyclingwerk bis zu 60.000 Tonnen Gipsabfälle sortenrein auf. Der recycelte Gips fließt zu einem Anteil von bis zu 40 Prozent in die Produktion neuer Gipskartonplatten ein – ein wichtiger Beitrag zur Schonung natürlicher Ressourcen und zur Stärkung der Kreislaufwirtschaft im Bau.
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„Die Auszeichnung im goldenen Börsianer 500 Magazin ist sehr hart umkämpft, weil die ATX Prime Unternehmen sehr innovative Projekte haben", sagt Ingrid Krawarik, Chefredakteurin des Börsianer. "Wir schauen vor allem, welche Projekte im Fragebogen hervorgehoben wurden. Uns gefiel das Gips-zu-Gips-Recyclingprojekt der PORR am besten, weil es Innovation, Nachhaltigkeit und Transformation verbindet."
Aufstieg in den ATX stärkt Marktposition
Die Porr Aktie wurde im September 2025 in den ATX aufgenommen. Lesen Sie hier, welches andere große Unternehmen in den ATX aufgestiegen ist.
„Die Porr gehört damit zu den 20 Top-Unternehmen der Wiener Börse", sagt CEO Strauss.
Das Wertpapier erzielte innerhalb von zwölf Monaten ein Kursplus von 118 %, während sich das Handelsvolumen vervierfachte. Begünstigt wurde die Entwicklung durch eine beschleunigte Privatplatzierung, bei der die Porr im Juni 2025 alle 1.703.674 Stück eigenen Aktien veräußerte. Die Erlöse sollen in den Ausbau des europäischen Infrastruktursegments fließen.
„Die hohe Nachfrage im Tiefbau wird weiterhin durch Investitionen in die Verkehrs-, Energie- und Digitalinfrastruktur gestärkt", so Strauss weiter. "Besonders dynamisch ist die Entwicklung im Bahnbau, bei Stromnetzen und in der Wasserwirtschaft.“
Das Unternehmen sieht sich in allen sieben Heimmärkten gut aufgestellt, um in diesen Bereichen zusätzliche Projekte zu gewinnen.
Porr Umsatz 2025
Die Porr verzeichnete in den ersten neun Monaten 2025 ein deutliches Wachstum beim Auftragseingang. Das Unternehmen meldete ein Plus von 26,7 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum und erreichte damit ein Auftragsvolumen von EUR 6.048 Mio.
Besonders der Tiefbau sorgte für eine hohe Nachfrage in allen sieben Heimmärkten. Gleichzeitig kamen Impulse aus dem wiederbelebten Hochbau.
Die jüngsten Monate brachten zahlreiche neue Projekte im Infrastrukturbereich, darunter großvolumige Vorhaben wie die Bahnstrecken Jasło – Nowy Zagórz in Polen und Craiova – Caransebeș in Rumänien. Auch in Österreich erhielt die Porr den Auftrag für die Sanierung der A2-Tunnelkette im Packabschnitt.
Im Hochbau setzt das Unternehmen unter anderem die Mutter-Kind-Station im Warschauer Krankenhaus um und errichtet in Deutschland die Gemeinschaftsschule Insel Gartenfeld.
Der Wohnbau entwickelt sich laut Unternehmensangaben wieder etwas dynamischer, etwa durch mehrere mittelgroße Projekte in Deutschland. In Wien läuft mit der Wohnhausanlage Nordbahnhof Baufeld 3E weiterhin der größte Einzelauftrag im Wohnbaubereich.
Produktionsleistung und Projektverschiebungen
Die Produktionsleistung lag mit EUR 4.986 Mio. um 0,7 % unter dem Niveau des Vorjahres. Das Unternehmen führt dies auf die verhaltene Lage im Hochbau sowie auf mehrere große Infrastrukturaufträge in Polen und Rumänien zurück.
Diese Design-&-Build-Projekte befinden sich aktuell in der Planungsphase, weshalb sie noch keinen spürbaren Beitrag zur Produktionsleistung leisten.
Porr Ergebnis: Kosten sinken, Profitabilität steigt
Die Porr verzeichnete geringere Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen. Die Kosten sanken um 1,3 %, was einer Einsparung von EUR 62,0 Mio. entspricht.
Gleichzeitig verbesserten sich die Ergebnisse der at-equity-bilanzierten Unternehmen. Laut Unternehmen führte diese Entwicklung zu einem EBITDA von EUR 269,8 Mio., was einem Anstieg von 8,1 % entspricht. Das EBIT erhöhte sich um 17,7 % auf EUR 108,1 Mio.
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