Größte Unternehmen Österreich : Größte Unternehmen Österreich: Wem gehört das Land wirklich?
(Hinweis: Dieses Bild wurde mithilfe von KI generiert und dient der Illustration.)
- © adobe stock/璘 吴Wie viel Prozent der größten Unternehmen Österreichs stecken tatsächlich in privater Hand?
Eine neue Auswertung liefert dazu klare Zahlen. Auch wenn sich die österreichische Wirtschaft zunehmend international ausrichtet, bleibt die Eigentümerstruktur der größten Unternehmen Österreich deutlich von Privatpersonen geprägt. Bei den Top 500 Unternehmen Österreichs sieht die Aufteilung so aus:
- 48 Prozent: Unternehmen, Holdings und Beteiligungsgesellschaften
- 39 Prozent: Einzelpersonen, Familien und Stiftungen (EFS)
- 7 Prozent: der Staat Österreich
- 6 Prozent: Streubesitz
Diese Zahlen stammen von EY. Als Berechnungsgrundlage diente jeweils die Summe aus direkten und indirekten Eigentumsanteilen.
„Österreich ist insbesondere im Mittelstand traditionell stark von familiengeführten Unternehmen geprägt – aber auch in den Eigentümerstrukturen der Großunternehmen des Landes zeigt sich ein nicht unbeträchtlicher Anteil an PrivateignerInnen", sagt Gunther Reimoser, Country Managing Partner bei EY Österreich.
„Private EigentümerInnen spielen eine zentrale Rolle für Stabilität, langfristige Entscheidungen und unternehmerische Kontinuität. Gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten erweist sich diese langfristige Perspektive oft als wichtiger Stabilitätsfaktor für Unternehmen und Standort."
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Holdings und Beteiligungsgesellschaften als große Player
Wie hoch der Anteil von Einzelpersonen, Familien und Stiftungen ausfällt, hängt stark von der Unternehmensgröße ab. Am stärksten vertreten sind EFS bei Betrieben mit 501 bis 3.500 Beschäftigten, wo sie im Schnitt rund 45 Prozent der Anteile halten. Bei den größten Unternehmen ab 3.500 Mitarbeitenden sinkt dieser Wert auf 42 Prozent, bei kleineren Betrieben bis 500 Beschäftigte liegt er im Schnitt bei lediglich 22 Prozent.
Über alle Größenklassen hinweg entfällt der größte Eigentumsanteil jedoch auf Unternehmen, Holdings und Beteiligungsgesellschaften. Bei kleineren Betrieben mit bis zu 500 Mitarbeitenden erreichen sie 69 Prozent, bei mittelgroßen Unternehmen liegen sie mit rund 45 Prozent gleichauf mit EFS, und bei den größten Playern mit über 3.500 Beschäftigten machen sie noch rund 34 Prozent aus.
Umgekehrt verhält es sich beim Staat: Sein Anteil fällt vor allem bei den größten Unternehmen ins Gewicht, dort liegt er bei rund 13 Prozent, während er bei den kleineren Top-500-Betrieben lediglich vier bis sechs Prozent beträgt.
„Viele der Top 500 Unternehmen wurden über Generationen hinweg durch Familien aufgebaut und geführt", so Erich Lehner, Partner und Verantwortlicher für den Mittelstand bei EY Österreich. „Der Anteil der PrivateignerInnen prägt nicht nur die Eigentümerstruktur, sondern oft auch die Unternehmenskultur und langfristige strategische Ausrichtung."
Unterschiede zwischen den Branchen
Auch zwischen den Branchen gibt es spürbare Unterschiede. Industrieunternehmen weisen mit rund 45 Prozent den höchsten EFS-Anteil auf, im Handel liegt er bei 33 Prozent und im Dienstleistungssektor bei 30 Prozent. Im Dienstleistungsbereich fällt dafür der staatliche Anteil mit 24 Prozent vergleichsweise hoch aus, gegenüber nur je drei Prozent in Industrie und Handel.
Ein genauerer Blick auf einzelne Branchen zeigt: Besonders stark vertreten sind PrivateigentümerInnen in der Holzbranche (69 Prozent) sowie im Bauwesen und in der Bauindustrie (62 Prozent). Deutlich geringer fällt ihr Anteil dagegen in kapitalintensiven Branchen wie Energie, IT oder Automobilindustrie aus, wo er jeweils bei 17 Prozent liegt.
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