Sicherheitsstrategie Österreich : Sicherheitsstrategie Österreich: OÖ will führender Standort werden

Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Markus Achleitner, Henrietta Egerth, Geschäftsführerin der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG), und Landeshauptmann Thomas Stelzer

Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Markus Achleitner, Henrietta Egerth, Geschäftsführerin der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG), und Landeshauptmann Thomas Stelzer

- © Land OÖ / Peter Mayr

Sicherheit ist zu einer zentralen Zukunftsaufgabe geworden – für Europa und für Österreich.

Für OÖ Landeshauptmann Thomas Stelzer ist klar: "Oberösterreich soll ein führender Standort für Sicherheitstechnologien werden, zum Schutz der Menschen und als Chance für unsere Wirtschaft."

Eine Allianz soll nun das Potenzial des Bundeslandes auf den Punkt bringen: führende Betriebe, exzellente Forschung und hochspezialisiertes Know-how. "Oberösterreich soll ein führender Standort für Sicherheitstechnologien werden, zum Schutz der Menschen und als Chance für unsere Wirtschaft", so Stelzer.

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Sicherheits-Allianz OÖ: Vernetzung von Wirtschaft und Forschung

Das Land Oberösterreich hat die Sicherheits-Allianz OÖ als strategische Initiative gegründet. Die Plattform verbindet Wirtschaft, Forschung und Blaulichtorganisationen. Sie fördert Innovationen, Qualifizierung und den Aufbau neuer Wertschöpfungsketten.


Der inhaltliche Ansatz ist bewusst ganzheitlich gestaltet und umfasst wirtschaftliche, zivile, geistige und militärische Dimensionen. 

Im Mittelpunkt stehen der Schutz kritischer Infrastruktur, Versorgungssicherheit, die Verteidigung demokratischer Werte sowie die Resilienz von Wirtschaft und Gesellschaft. Forschung und Innovation bilden dabei tragende Säulen.

Landeshauptmann Stelzer beschreibt die umfassende Zielsetzung: „Die Sicherheits-Allianz OÖ ist nicht nur ein sicherheitspolitisches Projekt – sie ist auch ein wirtschafts- und standortpolitisches Zukunftsprogramm für unser Land. Unser Ziel ist es, Oberösterreich als führenden Standort für Sicherheitstechnologien und -anwendungen zu positionieren – national wie international."
 

Die operative Umsetzung erfolgt durch Business Upper Austria, die oberösterreichische Standortagentur. Sie unterstützt Unternehmen bei der Identifikation von Marktchancen, Fördermöglichkeiten und strategischen Partnerschaften. Das Strategieboard vereint VertreterInnen aus Industrie, Forschung und Behörden.

Sicherheit als Wirtschaftschance

Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Markus Achleitner verweist auf die wirtschaftliche Dimension: „Die aktuellen geopolitischen Entwicklungen zeigen uns deutlich: Sicherheit ist auch eine wirtschaftliche Frage. Mit der europäischen Initiative Readiness 2030 stehen Investitionen von bis zu 800 Milliarden Euro im Raum. Das ist eine Chance – auch für Oberösterreich."

Lesen Sie hier über ein oberösterreichisches Unternehmen, das bereits von diesem Thema profitiert.

Förderung für Sicherheitsforschung: Vier Millionen Euro Projektbudget

Die Sicherheitsstrategie Österreich wird in Oberösterreich durch konkrete Maßnahmen umgesetzt. 

Die Förderausschreibung „Security Technologies & Solutions" stellt rund vier Millionen Euro bereit. Das Land fördert damit kooperative F&E-Projekte in Schlüsselbereichen wie Cybersecurity, Sensorik, automatisierte Mobilität und Katastrophenmedizin.
 

Unternehmen und Forschungseinrichtungen können ihre Anträge bis Februar 2026 einreichen. Die Förderquote erreicht bis zu 85 Prozent. Interessierte Unternehmen können ihre Interessensbekundung an [email protected] senden. (Dieser Link dient der Information – es besteht keine Affiliation zu den WIRTSCHAFTSNACHRICHTEN.)

Landeshauptmann Stelzer erklärt die Zielsetzung: „Wir wollen Anreize schaffen, damit Wirtschaft und Wissenschaft gemeinsam an innovativen Lösungen für sicherheitsrelevante Herausforderungen arbeiten."

Sicherheitsarchitektur Europa: Österreichs Rolle im neuen System

Die globale Bedrohungslage erfordert eine neue europäische Sicherheitsarchitektur. Österreich strebt eine aktive Beteiligung in diesem System an. 

Die Teilnahme am europäischen Verteidigungsmarkt stellt Österreich vor eine zweifache Herausforderung. „Als neutraler Staat stehen wir einerseits vor rechtlichen und politischen Hürden, andererseits müssen wir Teil dieser künftigen Sicherheitsarchitektur sein. Denn die neue Sicherheitspolitik ist ein Wirtschaftsfaktor, der Unternehmen, Arbeitsplätze und die Technologieentwicklung auch in Oberösterreich stärkt", so Stelzer.

800 Milliarden Euro EU-Investitionen: Chancen für Verteidigungstechnologie

Besonders kleine und mittlere Unternehmen profitieren von Marktchancen in folgenden Bereichen:

digitale Lösungen
unbemannte Systeme
Robotik und Sensorik
nachhaltige Technologien und neue Materialien

Im Fokus stehen Technologien mit Dual-Use-Charakter, die sowohl zivile als auch sicherheitsrelevante Anwendungen ermöglichen.

Lesen Sie auch hier: Wie Österreich die Industrie bei Rüstungsdeals stärker einbinden will

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