Silvretta-Hochalpenstraße aktuell : Silvretta Hochalpenstraße bis 2030 gesperrt: notwendige, doch schwierige Situation
Die Silvretta Hochalpenstraße, die Vorarlberg und Tirol verbindet, bleibt mindestens bis 2030 für den öffentlichen Verkehr geschlossen.
Eigentümer illwerke vkw gab bekannt, dass ein umfassendes Sanierungskonzept umgesetzt werden soll, um die Strecke dauerhaft sicher zu machen.
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Die rund 22 Kilometer lange Hochalpenstraße mit dem höchsten Punkt auf der Bielerhöhe auf 2.037 Metern ist bei AusflüglerInnen und TouristInnen beliebt. Sie verbindet Partenen in Vorarlberg mit Galtür in Tirol. Wegen Lawinen- und Steinschlaggefahr ist die Strecke traditionell jeden Winter geschlossen und öffnet üblicherweise Ende Mai oder Anfang Juni. Im Juli 2024 gingen jedoch ein Felssturz und eine Mure im Abschnitt zwischen den Kehren 13 und 14 nieder. Seitdem blieb die Straße bis auf wenige Wochen für Aufräumungs- und Sicherungsarbeiten gesperrt.
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Neue Schadensereignisse im Sommer 2025 brachten zusätzliche Gefährdungslagen an weiteren Stellen zutage. Das machte eine erneute Sperre sowie die Entwicklung eines langfristigen Sicherungskonzepts erforderlich, um die Straße — die sowohl für den Kraftwerksbetrieb als auch für den Tourismus der Region bedeutsam ist — künftig verlässlich betreiben zu können.
Aufsichtsrat gibt grünes Licht für Umbau bis 2029
Der Aufsichtsrat der illwerke vkw hat dieses Langfristkonzept nun beschlossen. Es basiert auf geologischen Modellrechnungen und sieht vor, die Silvretta Hochalpenstraße in mehreren Bereichen grundlegend abzusichern.
Konkret sind Straßenumlegungen sowie der Bau von Schutzdämmen geplant. Nach Abschluss der Detailplanung wollen die illwerke vkw im Sommer 2026 das Behördenverfahren einleiten. Für März 2027 ist der Baubeschluss angepeilt. Die eigentlichen Bauarbeiten sollen in drei Saisonen von 2027 bis 2029 laufen, sodass die Straße im Sommer 2030 wieder für den öffentlichen Verkehr freigegeben werden könnte.
"Die Zugänglichkeit ist deshalb für uns auch zukünftig von entscheidender Bedeutung", sagt Gerd Wegeler, Vorstandsmitglied der illwerke vkw. Er verweist auf die Bedeutung der Straße als wichtige Infrastruktur für den Kraftwerksbetrieb.
Bis 2025 investierte der Energieversorger nach eigenen Angaben bereits acht Millionen Euro in Sicherungsmaßnahmen — darunter Dämme, Steinschlagschutznetze sowie eine teilweise Straßenverlegung. Wie viel das nun beschlossene Gesamtkonzept kosten wird, steht laut illwerke vkw-Sprecher Andreas Neuhauser derzeit noch nicht fest.
Vermuntbahn soll Montafon Tourismus während Sperre stützen
Den wirtschaftlichen Auswirkungen auf den Montafon Tourismus soll unter anderem der Sommerbetrieb der Vermuntbahn entgegenwirken. Sie ermöglicht von Vorarlberg aus weiterhin den Zugang zur Bielerhöhe.
"Auch von der Tiroler Seite über das Paznaun wird die Straße während der Bauarbeiten im Sommer mautfrei zugänglich bleiben", so Wegeler. Auch illwerke vkw selbst ist als Mitbetreiber von "Golm Silvretta Lünersee Tourismus" von der Sperre wirtschaftlich betroffen.
Gaschurns Bürgermeister Daniel Sandrell, Repräsentant des Standes Montafon, wurde in die Ankündigung einbezogen. "Die Hotel- und Gastronomiebetriebe im gesamten Montafon und im Paznaun haben damit eine klare Perspektive", wird er in der Mitteilung zitiert. illwerke vkw-Sprecher Neuhauser räumte dennoch auf Nachfrage eine "insgesamt schwierige Situation für alle" ein. (LB/APA)
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