WKO-Mitgliedsbeitrag : Laut UNOS höchste Zeit für Reform bei WKO-Mitgliedschaft und WKO-Zeitung

KI-generiertes Bild zeigt schnell arbeitende Druckerpresse, die eine bunte Zeitung druckt.

Ob gelesen oder nicht: Die Publikationen verursachen Produktionskosten und CO₂-Emissionen.

(Hinweis: Dieses Bild wurde mithilfe von KI generiert und dient der Illustration.)

- © Adobe stock/Alina

Die UnternehmerInnen-Plattform UNOS in der Wirtschaftskammer fordert eine digitale Transformation der WKO-Zeitung. Außerdem wird eine Opt-out-Regelung und mehr Transparenz bei den Wirtschaftskammer-Publikationen verlangt. 

Die UNOS kritisieren die hohen Druckauflagen, mangelnde Wahlfreiheit und CO₂-Emissionen.

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  • Shari Kuen, UNOS-Landessprecherin Tirol
    "Digitalisierung spart Geld, schont Ressourcen und gibt Mitgliedern echte Wahlfreiheit."

    UNOS-Landessprecherin Tirol, Shari Kuen

Automatische Zustellung der WKO-Zeitung ohne Wahlmöglichkeit

Die Bundesländer-Ausgaben der Wirtschaftskammer-Publikationen, darunter die Tiroler Wirtschaft, erreichen derzeit jeden Gewerbetreibenden automatisch. Eine Wahlmöglichkeit gibt es dabei nicht. 

Das System funktioniert also nach dem Prinzip: ein Gewerbeschein entspricht einer Zeitungslieferung. Besitzer mehrerer Gewerbescheine bekommen entsprechend viele Exemplare zugestellt.

Diese Praxis erzeugt laut UNOS tausende unnötige Druckerzeugnisse, die meist ungelesen in der Altpapiertonne enden würden.

Ob gelesen oder nicht: Die Publikationen verursachen freilich Produktionskosten und CO₂-Emissionen.

Lesen Sie hier, ob Digital wirklich umweltfreundlicher ist als Print.

 

Die Finanzierung dieser Publikationen erfolgt durch die verpflichtenden WKO-Mitgliedsbeiträge aller UnternehmerInnen – unabhängig vom tatsächlichen Leseinteresse. 

„Wir UNOS kritisieren seit langem, dass Selbständige gezwungen sind, Mitglied bei der WKO zu sein und dafür Beiträge zu zahlen. Umso wichtiger ist es, dass mit diesen Geldern sparsam, nachhaltig und mit echter Wahlfreiheit umgegangen wird", sagt UNOS-Bundessprecher Michael Bernhard.

Vier zentrale Forderungen der UNOS an die Wirtschaftskammer

  • Digital-First-Strategie mit optionaler Print-Bestellung
  • Opt-out-Regelung für alle WKO-Mitglieder
  • Stopp der Mehrfachzustellungen bei Inhabern verschiedener Gewerbescheine
  • Vollständige Transparenz bezüglich Produktionskosten, Auflagenhöhe und Mitgliedsbeitragsverwendung

Shari Kuen, die Tiroler Landessprecherin von UNOS, konkretisiert die Reformvorschläge: „Wenn die Länder-Wirtschaftskammern eigene Zeitungen produzieren, müssen diese nach den Gesichtspunkten Sparsamkeit und Nachhaltigkeit produziert werden. Alle Pflichtmitglieder damit in mehrfacher Ausgabe zwangszubeglücken, ist der falsche Weg." 

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