Startups Tirol : Tirols Tech-Boom: Warum Startups und Investoren jetzt auf diesen Standort setzen
Inhalt
- Standort Tirol: Hohe Attraktivität, aber Reformbedarf bei Rahmenbedingungen
- Tirol mit hoher Startup-Dichte und eigenem Risikokapital-Fonds
- Mehr Technologieunternehmen für Tirol: Wirtschaftslandesrat setzt auf Diversifizierung
- Erfolgreiche IT-Unternehmen in Tirol: KI, Automatisierung und Quantentechnologie
- Tirols Tech-Zukunft: Innovationsförderung und Investitionsanreize notwendig

Trotz aller Herausforderungen steuert Tirol der Problematik beim Risikokapital aktiv entgegen.
- © GorodenkoffTirol entwickelt sich zunehmend zu einem attraktiven Standort für IT- und Technologieunternehmen. Der Sektor beschäftigt aktuell rund 7.500 Fachkräfte und erwirtschaftet jährlich 1,2 Milliarden Euro.
Trotz dieser positiven Entwicklung gibt es – wie in ganz Österreich – wirtschaftliche Hürden, die das Wachstum bremsen. Branchenvertreter fordern insbesondere eine Senkung der Lohnnebenkosten sowie eine bessere steuerliche Absicherung für Investoren, um Risikokapital attraktiver zu machen.
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Standort Tirol: Hohe Attraktivität, aber Reformbedarf bei Rahmenbedingungen
„Tirol verfügt über eine gute Infrastruktur, und die Bekanntheit von Innsbruck zieht Fachkräfte aus aller Welt an“, erklärt Clemens Plank, IT-Berufsgruppensprecher der Wirtschaftskammer Tirol. Dennoch sei die wirtschaftliche Lage ambivalent: „Die Lohnnebenkosten müssen österreichweit sinken, und wir brauchen eine bundesweit verankerte Prämierung von Risikokapital.“
Derzeit könnten Investoren Verluste aus gescheiterten Startups steuerlich nicht ausreichend geltend machen – in Deutschland seien die Rahmenbedingungen hierfür günstiger.
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Tirol mit hoher Startup-Dichte und eigenem Risikokapital-Fonds
Trotz der Herausforderungen steuert Tirol der Problematik beim Risikokapital aktiv entgegen. Marcus Hofer, Geschäftsführer der Standortagentur Tirol, verweist auf einen neu geschaffenen Risikokapital-Fonds, der in Zusammenarbeit mit einem Großinvestor entstanden ist.
Tirol weist zudem – gemessen an der Bevölkerungszahl – die zweithöchste Startup-Dichte in Österreich auf. Neben der Förderung von innovativen Jungunternehmen ist auch die Ansiedelung etablierter Tech-Firmen ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.
Mehr Technologieunternehmen für Tirol: Wirtschaftslandesrat setzt auf Diversifizierung
Wirtschaftslandesrat Mario Gerber (ÖVP) sieht in Tech-Unternehmen eine zentrale Säule für Tirols künftige Wirtschaftsentwicklung. „Neben Tourismus und Industrie braucht es noch mehr modernes Wirtschaften“, so Gerber.
Der Standort müsse sich „breit und noch breiter aufstellen“ und gezielt weitere Tech-Unternehmen anziehen.
Erfolgreiche IT-Unternehmen in Tirol: KI, Automatisierung und Quantentechnologie
Ein Beispiel für ein innovatives Tiroler Tech-Unternehmen ist DeepOpinion. Das von Stefan Engl mitgegründete Unternehmen setzt auf KI-gestützte Automatisierungsprozesse zur Optimierung von Kundenkommunikation. Engl betont die Standortvorteile Tirols, hebt aber hervor, dass internationale Investorengelder entscheidend für das Wachstum seines Unternehmens sind.
Auch das Innsbrucker Unternehmen Cropster, das mittels Künstlicher Intelligenz Röstprozesse für kleine Kaffeeröstereien optimiert, unterstreicht die Attraktivität Tirols. Co-Gründer Andreas Idl nennt insbesondere die internationale Bekanntheit von Innsbruck als Standortvorteil.
Tirol ist zudem ein wichtiger Standort für Quantentechnologie. Das Startup Parity QC, gegründet von Magdalena Hauser und Wolfgang Lechner, entwickelt Architekturmodelle für Quantencomputer. Hauser hebt hervor, dass Tirol zwar nicht über die gleichen finanziellen Mittel wie Tech-Standorte in den USA verfüge, aber mit hochqualifiziertem Know-how punkten könne.
Lechner ergänzt: „Tirol ist durch Pionierarbeit von Nobelpreisträger Anton Zeilinger ein exzellenter Standort für Quantentechnologie.“
Tirols Tech-Zukunft: Innovationsförderung und Investitionsanreize notwendig
Damit Tirol seine Rolle als IT- und Technologiestandort weiter ausbauen kann, braucht es gezielte wirtschaftspolitische Maßnahmen. Förderungen für Startups in Österreich, Investitionsanreize für Risikokapital und eine Senkung der Lohnnebenkosten könnten dazu beitragen, den Standort langfristig noch attraktiver zu machen. (apa/red)
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