Baukrise : Hella Umsatzrückgang 2024: Wie sich Baukrise auf weitere Industrien auswirkt

Die Entwicklung in der Bauwirtschaft hat nun die Sonnenschutzbranche erreicht.
- © HELLADie Baubranchenkrise wirkt sich auch auf die Sonnenschutzindustrie aus. Der Osttiroler Anbieter für Sonnen-, Licht- und Wetterschutzsysteme, Hella, musste 2024 einen Umsatzrückgang von 13,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr hinnehmen.
Der Konzernumsatz lag bei 185 Millionen Euro, nachdem er im Jahr 2023 noch 214 Millionen Euro betrug.
"Die Baubranche befindet sich seit 2021 in einer anhaltenden Rezession", erklärte Andreas Kraler, geschäftsführender Gesellschafter von Hella. Diese Entwicklung habe nun "zeitverzögert auch die Sonnenschutzbranche erreicht", so Kraler in einer aktuellen Mitteilung.
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Umsatzeinbruch und Anpassung der Mitarbeiterzahlen
Während Hella in den ersten beiden Quartalen des Jahres 2024 seine Umsatzziele noch erfüllen konnte, brachte das zweite Halbjahr einen deutlichen Rückgang.
Laut Kraler sei dies auf einen "massiven Einbruch von Baugenehmigungen in ganz Europa" zurückzuführen. "Wir haben in den Jahren der Pandemie und der von Niedrig- bis Nullzinspolitik geprägten Bauboomjahre die erhöhte Nachfrage in Umsatzrekorde ummünzen können", so der Firmenchef. Nun liege das Unternehmen mit dem Umsatz "etwas über den Niveaus der Vorkrisenjahre".
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Auch der Mitarbeiterstand von Hella wurde im vergangenen Jahr reduziert. Während 2023 noch 1.300 Personen im Unternehmen beschäftigt waren, sind es aktuell 1.200. Die Reduktion erfolgte "wesentlich durch natürliche Fluktuation und Anpassung der saisonalen Arbeitskräftekapazitäten an das Produktionsvolumen".
Herausforderungen und Wachstumsperspektiven
Hella vertreibt seine Sonnenschutzprodukte in neun Ländern, wobei mehr als die Hälfte der Verkaufserlöse in Deutschland erwirtschaftet wird. Allerdings wird dort erst im Jahr 2026 mit einer Erholung der Bauwirtschaft gerechnet, während für 2025 ein weiterer Rückgang der Bauproduktion erwartet wird.
Dennoch sieht das Unternehmen positiv in die Zukunft. Mit Stand Jahresende 2025 waren bereits internationale Großaufträge mit einem Gesamtvolumen von 25 Millionen Euro beauftragt, wie Hella bekannt gab.
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