Automatisierungslösungen : Resch GmbH holt Prestigeauftrag: Automatisierungslösung für Top-Automobilhersteller

mitarbeiter bei resch gmbh in steiermark arbeitet an zwei computerbildschirmen an einer konstruktion

Die Demolinie umfasst sechs Stationen – von der Auspack- und Positionierstation bis zur automatisierten Klebe- und Hebeeinheit.

- © Oliver Wolf

Für einen der namhaftesten Automobilhersteller der Welt validiert die Resch GmbH aus Glojach im Rosental in der Steiermark aktuell eine Vorserienproduktion

Der konkrete Auftraggeber bleibt vertraulich. Zu viel hänge am großen Vorhaben – auch für die Endhersteller. „Ein Projekt dieser Größenordnung für einen der namhaftesten Automobilhersteller der Welt umzusetzen, ist für uns mehr als ein Prestigeauftrag. Es bestätigt unsere Position als Industrialisierungspartner für komplexe Automatisierungsprozesse", sagt Geschäftsführer Gerald Resch. Er leitet das 60-köpfige Unternehmen gemeinsam mit seiner Frau Andrea.

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Kern des Projekts ist ein großdimensioniertes Gehäuse mit integrierter Funktionsfläche aus dem Bereich moderner Antriebstechnologien. Bauteile mit einer Länge von bis zu 1,2 Metern und erheblichem Gewicht müssen sicher gehandhabt, präzise positioniert und durch mehrere Stationen geführt werden. 

Klebestellen bringt das System temperatur-, zeit- und druckgesteuert auf; Aushärtungszeiten werden exakt eingehalten. „Sämtliche Parameter werden automatisch erfasst und via QR-Code lückenlos rückverfolgbar dokumentiert", betont der Geschäftsführer. 

Die Demolinie umfasst sechs Stationen – von der Auspack- und Positionierstation bis zur automatisierten Klebe- und Hebeeinheit. Elektronische Komponenten werden aufgebracht, angedrückt, fixiert und in weiteren Schritten gesichert. 

„Drücke, Wege und Haltezeiten laufen vollautomatisch", so Resch. Ziel sei es, „komplexe Bauteile unter realitätsnahen Bedingungen zu testen, Toleranzen zu evaluieren und die Automatisierbarkeit abzusichern."

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robotik testzelle bei resch gmbh in der steiermark
Roboter am Werk: In einem hochautomatisierten Prüfstand werden die Bauteile auf Serientauglichkeit überprüft. - © Oliver Wolf

Automatisierungslösungen: Resch bringt sich an Schnittstelle ein

Hinter dem Auftrag steht ein Unternehmen, das sich auf genau diese Art von Projekten spezialisiert hat. Die Resch GmbH entwickelt und implementiert Automatisierungslösungen für Vorserien und Industrialisierungsphasen. Unter den KundInnen finden sich namhafte AuftraggeberInnen aus Luftfahrt, Industrie und Automotive. 

In der Werkhalle in der Südoststeiermark greifen Roboter schwere Bauteile, bringen diese millimetergenau in Position, halten sie unter definiertem Druck, tragen Funktionsflächen auf und zeichnen dabei jeden Prozessschritt lückenlos auf. Kamerasysteme erfassen gleichzeitig sämtliche Positionen, Temperaturen und Zeiten. 

„Wenn Automobilhersteller neue Systeme entwickeln, entscheidet sich früh, ob ein Konzept serienfähig ist – oder an der Automatisierung scheitert. Genau an dieser Schnittstelle zwischen Entwicklung und industrieller Umsetzung haben wir uns international einen Namen gemacht", sagt Resch. 

Ins Spiel komme der Betrieb also oft dann, wenn Projekte ins Stocken geraten und Prozesse instabil laufen.

Haben Resch im Jahr 2000 gegründet: Andrea und Gerald Resch, Geschäftsführer-Duo des Unternehmens

- © Oliver Wolf

Eigenentwicklungen statt Standardlösungen

Bei Automatisierungstechnik setzt die Resch GmbH gezielt auf selbst entwickelte Lösungen. Das habe sich schon in der Vergangenheit bewährt.

„Wir haben etwa Hochtemperatur-Kolben mit einer Belastbarkeit von bis zu 200 Grad, ein speziell entwickeltes Heizsystem sowie ein integriertes Rollensystem zum Einschieben schwerer Module inhouse entwickelt", erklärt Resch. „Wenn es etwas am Weltmarkt noch nicht gibt, dann erfinden wir es", so der Gründer, der etliche Patente hält. 

Auch beim laufenden Vorhaben braucht es solche Ideen: Das vorgegebene Konzept muss innerhalb von nur zwölf Wochen in eine fertige Automatisierung überführt werden. 

„Unsere Stärke liegt in der Verbindung von Vorrichtungsbau, Automatisierung und Prozessverständnis. Wir denken jede Station vom Handling über die Sicherheit bis zur Dokumentation mit", sagt Florian Resch, CTO des Unternehmens.