KI Rechenzentrum : KI Rechenzentrum Salzburg: Fragmentix baut Österreichs neues Data Center
Die Rechenleistung des neuen Datenzentrums soll für sämtliche österreichischen Behörden und das benachbarte EU-Ausland reichen.
- © Adobe stock/kwarkotDie Salzburger Gemeinde Lend wird zum Standort für ein wegweisendes KI Rechenzentrum. Das Projekt setzt auf vollständige Datensouveränität für Österreich und die Europäische Union.
Betrieben wird die Anlage ausschließlich mit regionaler Wasserkraft.
Werner Strasser, Geschätsführer und Mehrheitsgesellschafter der österreichischen Cybersec-Firma fragmentiX, sagt: "Die Rechenleistung reicht für sämtliche österreichischen Behörden und das benachbarte EU-Ausland."
Nie mehr die wichtigsten lokalen Nachrichten aus dem Westen Österreichs aus Wirtschaft und Politik verpassen. Abonnieren Sie unseren wöchentlichen Newsletter: Hier geht’s zur Newsletter-Anmeldung!
Digitale Unabhängigkeit durch österreichische KI Rechenzentren
Das neue Hochsicherheits-Rechenzentrum zeichnet sich durch zwei zentrale Eigenschaften aus: komplette Unabhängigkeit von ausländischen Servern und wirksamen Schutz vor Bedrohungen durch Quantencomputer.
Bereits während der Aufbauphase legt fragmentiX größten Wert auf Datensouveränität.
"Wir bekommen zwar von Dell die neueste Hardware, aber alles läuft zu 100 Prozent nach unseren Konditionen, die letzte Entscheidung liegt hier bei uns", erklärt Strasser die Philosophie des Projekts. Er betont die strategische Bedeutung: "In einer Welt, in der Daten längst zum strategisch wichtigsten Rohstoff geworden sind und der globale Wettbewerb immer schärfer wird, braucht Europa dieselbe Unabhängigkeit bei Daten wie bei Energie und Rohstoffen."
Das Lend AI Data Center (LendAIDC) kombiniert modernste Künstliche Intelligenz Infrastruktur mit vollständiger Kontrolle in österreichischer und europäischer Hand.
Strasser formuliert das Ziel klar: "Wenn wir in Europa die Chancen von KI nutzen wollen, müssen wir gleichzeitig unsere digitale Unabhängigkeit wahren."
EU-klassifizierte Daten und Quantencomputer-Schutz
Die technischen Möglichkeiten des Rechenzentrums reichen bis zur Verarbeitung EU-klassifizierter Daten. Zunächst startet das System mit EU-RESTRICTED-fähigen Systemen. Laut fragmentiX bietet die Anlage wirksamen Schutz vor künftigen Bedrohungen durch kryptografisch relevante Quantencomputer.
Sämtliche Entscheidungen bezüglich Zugang, Einrichtung, Wartung und Nutzung treffen ausschließlich die österreichischen Partner. Diese Verschlüsselungstechnologie garantiert vollständige Kontrolle in europäischer Hand – ein wesentlicher Unterschied zu globalen Cloud-Anbietern.
Wasserkraft-Rechenzentrum bereits im Testbetrieb
Der Aufbau des Rechenzentrums erfolgt in einer stillgelegten Industriehalle, die sich laut Strasser baulich als erstaunlich geeignet erwiesen hat.
"Unsere ersten Test-Server laufen bereits für Behörden der Republik Österreich", berichtet der fragmentiX-Chef über den aktuellen Stand.
Die geplante Gesamtleistung von 25 Megawatt bezieht das LendAIDC komplett aus bereits existierenden Wasserkraftanlagen der unmittelbaren Umgebung. Für die Kühlung steht natürlich vorhandenes Wasser zur Verfügung. Diese Lösung macht das AI Data Center auch energetisch völlig autonom.
Lesen Sie hier mehr über Rechenzentren und Nachhaltigkeit: Donauraum im Fokus von Google und Co.
Österreichisches Konsortium für Behörden-IT-Infrastruktur
Strasser arbeitet für das Projekt mit Lutsch Consulting und Zatloukal Innovations in einem österreichischen Konsortium zusammen. fragmentiX wurde 2018 gegründet und spezialisiert sich auf hochsichere Speicher- und Verschlüsselungstechnologien.
Die Rechenleistungen in Lend will Strasser bevorzugt der Republik Österreich und Behörden im EU-Ausland anbieten. Darüber hinaus kommen auch Forschungseinrichtungen oder Unternehmen als Kunden in Frage. (LB/APA)
🔎 Noch mehr Wirtschaftseinblicke?
Folgen Sie uns auf LinkedIn und bleiben Sie über aktuelle Themen, spannende Interviews und Trends aus der Wirtschaft immer auf dem Laufenden! 🚀💼