Immobilien kaufen Österreich : Zwangsversteigerungen in Österreich: Deutlicher Anstieg, aber geringere Erlöse

In Salzburg und im Burgenland verdoppelten sich die Versteigerungstermine über die vergangenen Jahre.
(Hinweis: Dieses Bild wurde mithilfe von KI generiert und dient der Illustration.)
- © Adobe Stock/OwaisDie Zahl der Zwangsversteigerungen in Österreich ist im Jahr 2024 deutlich gestiegen. Mit 1.092 anberaumten Terminen wurde ein Zuwachs von 32,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnet. Damit nähert sich die Anzahl wieder dem Niveau von 2020.
Besonders betroffen waren Salzburg und das Burgenland, wo sich die Versteigerungstermine mehr als verdoppelten (+117 Prozent).
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Regionale Unterschiede bei der Entwicklung
In allen Bundesländern war ein Anstieg zu beobachten, jedoch in unterschiedlichem Ausmaß. Während Vorarlberg (+3 Prozent) und die Steiermark (+5 Prozent) nur geringe Zuwächse verzeichneten, lagen die Zuwächse in anderen Bundesländern zwischen 21 und 37 Prozent.
Besonders stark betroffen war neben Salzburg und dem Burgenland auch Niederösterreich. Die meisten Termine fielen wie in den Vorjahren auf Niederösterreich, Wien und die Steiermark.
Die Zahl der Versteigerungen pro 100.000 Einwohner stieg im österreichweiten Durchschnitt von 9,0 auf 11,9. Besonders hoch war der Wert im Burgenland mit 37,4 Terminen, gefolgt von Niederösterreich mit 16,2. Die geringste Zahl verzeichnete Oberösterreich mit 6,5 Terminen pro 100.000 Einwohner.
Entwicklung nach Immobilienkategorien
Die Versteigerungstermine verteilten sich 2024 folgendermaßen auf die Immobilienarten:
Wohnimmobilien: 58 Prozent (630 Termine)
Gewerbeimmobilien: 24 Prozent (265 Termine)
Grundstücke: 18 Prozent (197 Termine)
Das Wachstum bei Wohn- und Gewerbeimmobilien lag leicht unter dem Durchschnitt, während Grundstücke einen überdurchschnittlichen Anstieg verzeichneten.
Geringere Erlöse trotz steigender Versteigerungen
Obwohl die Zahl der Termine deutlich gestiegen ist, entwickelten sich die Schätzwertvolumen schwächer. Der Gesamtwert der zur Versteigerung anberaumten Immobilien stieg um 27,1 Prozent auf 437 Millionen Euro.
Besonders gering fiel der Zuwachs im Wohnimmobilienbereich aus (+16,1 Prozent). Bei Gewerbeimmobilien verlief der Anstieg der Schätzwertvolumen (+32,3 Prozent) nahezu parallel zur Anzahl der Termine.
Der stärkste Anstieg wurde bei Grundstücken registriert (+60,2 Prozent), was auf die anhaltend hohen Grundstückspreise zurückzuführen ist.
Die Daten basieren auf einer Auswertung von SmartFacts Data Services, einem Unternehmen, das seit fast 20 Jahren den Markt der Zwangsversteigerungen in Österreich analysiert.
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