Digitale Souveränität : CEOs for Future: Diese Unternehmen sichern Österreichs digitale Zukunft

Gruppenfoto beim CEOS FOR FUTURE Hintergrundgespräch jänner 2026 zu Digitalisierung & KI: Rudolf Schrefl, Birgit Kraft-Kinz, Christiane Brunner, Marco Porak, Martin Schiefer, Karl Kienzl

Beim Hintergrundgespräch zu Digitalisierung & KI: Rudolf Schrefl, Birgit Kraft-Kinz, Christiane Brunner, Marco Porak, Martin Schiefer und Karl Kienzl.

- © CEOs FOR FUTURE I Martin Hron

Die digitale Souveränität Österreichs ist Schlüssel zu unserer Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz. Zu diesem Thema diskutierten CEOs for Future und der Climate Business Circle gemeinsam mit IBM Österreich, Drei Österreich sowie Schiefer Rechtsanwälte.

Angesprochen wurde bei der Veranstaltung auch die neue Industriestrategie der Bundesregierung. Diese setze klare Schwerpunkte, welche es auch dringend brauche. Die digitale Transformation fungiert als Motor für die notwendige Energiewende: Datengestützte Steuerungssysteme, intelligente Netze, flexible Nachfragemodelle und transparente Versorgungsstrukturen sind zentrale Elemente für Standortqualität und sichere Versorgung.

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Österreich und Europa durchlaufen derzeit die tiefgreifendste Transformation seit dem Start der Industrialisierung. Geopolitische Konflikte, gestiegene Energiekosten, knappe Ressourcen und rasante technologische Entwicklungen treiben diesen Wandel voran. 

„Starke und sichere Infrastruktur ist ein Grundpfeiler für einen starken österreichischen und europäischen Wirtschaftsstandort – das zeigen die jüngsten Ereignisse in Spanien und Berlin", sagt Christiane Brunner, Vorständin bei CEOs for Future und Initiatorin des Climate Business Circle. Für die Energieversorgung von Industrie und Wirtschaft muss Energieinfrastruktur aus- und umgebaut werden. Dabei ist das digitale Netz genauso wichtig wie das physische." 

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Wettbewerbsfähigkeit Österreich durch moderne Netzinfrastruktur

Der KI-Boom läutet eine neue, intensive Ära der Digitalisierung ein. Rudolf Schrefl, CEO von Drei Österreich, verweist auf die hochmoderne Netzinfrastruktur seines Unternehmens. Damit würde man "nicht nur die kritische Kommunikationsversorgung" sicherstellen. Vielmehr sei sie auch die Grundlage für Wertschöpfung, Resilienz und internationale Wettbewerbsfähigkeit Österreich. 

Denn die Häufigkeit extremer Wetterereignisse steigt. Und die Auswirkungen auf BürgerInnen, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen sind massiv. 

Konkrete Beispiele wie das digitale Wetterstationsnetz „Drei Wetter" würden verdeutlichen, wie digitale Infrastruktur unmittelbar zur Erreichung von Klimazielen und zum Schutz der Bevölkerung beiträgt. Bisher seien Wetterstationen in Österreich vergleichsweise unterentwickelt gewesen, meint Schrefl. Intelligente IoT-Lösungen hingegen könnten nun für effizientes Ressourcenmanagement sorgen. Ein simples Beispiel: Schneeräumungen nur an jenen Orten zum Einsatz kommen lassen, wo sie wirklich gebraucht werden.

„Drei Wetter" soll Österreichs dichtestes digitales Wetterstationsnetz werden – mit direktem Mehrwert für Frühwarnsysteme, regionale Wetteranalysen und Klimaanpassung. Darüber hinaus ermöglichen IoT- und LoRaWAN-Technologien unter anderem die ressourcenschonende Steuerung von Wasser, Energie und Gebäudeklimatisierung.

Künstliche Intelligenz und Datensouveränität für österreichische Unternehmen

"Damit Unternehmen die Chancen von KI nachhaltig nutzen können, müssen sie die Kontrolle über Infrastruktur, Daten und Modelle behalten", sagt Marco Porak, Generaldirektor von IBM Österreich. "In Unternehmen werden daher verstärkt kleine KI-Modelle, wie Small Language Models, zum Einsatz kommen, die mit eigenen Daten trainiert werden." Ein wichtiger Punkt dabei: "Unternehmen suchen nicht generalistische, sondern domänenspezifische KI-Modelle."

Diese Modelle zeichnen sich durch hohe Leistungsfähigkeit in ihren Kernbereichen aus und sind gleichzeitig deutlich kosteneffizienter im Betrieb – sowohl hinsichtlich Energie als auch Infrastruktur.

IBM demonstriert das Potenzial als Client Zero im eigenen Unternehmen durch konkrete Projekte in Bereichen wie Finanz, Procurement, IT Support und HR. Der gezielte Einsatz von KI, Hybrid Cloud und Automatisierung führte bis 2025 weltweit zu Produktivitätssteigerungen in Höhe von 3,5 Milliarden US-Dollar bei gleichzeitig hoher Zufriedenheit der MitarbeiterInnen.

Porak stellt klar: Die KI ist nicht dazu da, dass etwa HR-Angestellte um ihre Jobs kämen; sondern vielmehr dafür, den Zeitaufwand für "menial tasks" auf ein Minimum zu reduzieren.

Rechtliche Rahmenbedingungen für digitale Transformation

„Technologischer Fortschritt – insbesondere durch leistungsfähige Infrastrukturen, Automatisierung und KI – schafft bei einem verantwortungsvollen Einsatz Resilienz und Handlungssicherheit", sagt auch Martin Schiefer, CEO von Schiefer Rechtsanwälte.


Angesichts der hohen Entwicklungsgeschwindigkeit in China und den USA stünde Europa unter erheblichem Zugzwang. Die Industriestrategie kündigt auch Änderungen in den Schwerpunkten bei Vergaben aus Österreich und Europa an. Gerade bei Vergaberecht und Transformationsrecht würde sein Unternehmen unterstützen, so Schiefer.

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