FACC AG : FACC wird ab 2026 gestiegene Kosten an Kunden weitergeben

Ein Mitarbeiter bei der Translating Sleeve-Produktion bei FACC

Die Aviation-Industrie setzt ihren Aufwärtstrend fort. Kurzfristige Anpassungen bei der Nachfrage nach Passagierflugzeugen prägten das erste Halbjahr. Im Bild: Translating Sleeve.

- © FACC AG

Der oberösterreichische Luftfahrtzulieferer FACC AG verzeichnete in den ersten sechs Monaten des Jahres deutlich höhere Erlöse, musste jedoch Einbußen beim operativen Ergebnis verkraften.


Der FACC Umsatz kletterte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10,6 Prozent und erreichte 484,7 Mio. Euro. Gleichzeitig sank das operative Ergebnis (EBIT) von 22,6 Mio. Euro auf 18,4 Mio. Euro. 

Der Nettogewinn belief sich auf 9,8 Mio. Euro. Die EBIT-Marge reduzierte sich von 5,8 Prozent im Vorjahreszeitraum auf 3,8 Prozent.

Laut Unternehmensangaben bewegen sich diese Zahlen im Rahmen der Managementerwartungen. 

"In Summe ist die Luftfahrtindustrie resilient unterwegs, wir wachsen. Dennoch ist das Umfeld komplex und ändert sich sehr rapide", sagt FACC-Chef Robert Machtlinger.

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Sämtliche Geschäftsbereiche des Konzerns – Aerostructures, Cabin Interiors sowie Engines & Nacelles – erzielten im 1HJ 2025 ein positives EBIT. Im Bild: Winglet-Produktion.

- © FACC AG

Herausforderungen belasten FACC Bilanz

Störungen in den Lieferketten sowie gestiegene Material- und Personalkosten drückten auf das operative Ergebnis der FACC AG. 

"Die Verwerfungen im globalen Supply-Chain-Umfeld bleiben bestehen und sorgen weiterhin für erhöhten Druck auf der Materialpreisebene als auch im Vorratsmanagement", heißt es vom Unternehmen. 

Der Bereich Aerostructures war am stärksten von den gestiegenen Materialkosten betroffen, erklärt Finanzvorstand Florian Heindl. Ab 2026 soll ein Großteil dieser Zusatzkosten an Kunden weitergegeben werden, so der Vorstand.

Positiv für das Unternehmen sei die Zoll-Vereinbarung zwischen der EU und den USA, in der Luftfahrtprodukte nicht mit Zöllen belegt worden seien.

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Trotz dieser Belastungen erzielten sämtliche Geschäftsbereiche des Konzerns – Aerostructures, Cabin Interiors sowie Engines & Nacelles – ein positives EBIT.

Luftfahrtbranche zeigt anhaltende Wachstumsdynamik

Die Aviation-Industrie setzt ihren Aufwärtstrend fort. Kurzfristige Anpassungen bei der Nachfrage nach Passagierflugzeugen prägten das erste Halbjahr. Die FACC AG profitierte unterdessen vom florierenden Business Jet Segment.

Probleme gebe es weiterhin bei der Auslieferung von Triebwerken. Bei Airbus stünden aktuell etwa 60 fertige Flieger aufgrund der fehlenden Komponenten am Boden. 

"Die Triebwerksbauer können die Demands derzeit nicht erfüllen", sagt Machtlinger. 

Dennoch befinde sich die Luftfahrt im Aufwind. Heuer sollen weltweit erstmals mehr als 5 Mrd. Passagiere ein Flugzeug besteigen. Insgesamt sollen 2025 etwa 40 Mio. Flüge abgewickelt werden.

Optimistische Prognose für 2025

Dank Neuaufträgen und erhöhten Produktionsraten stieg der Auftragsbestand auf über 6 Mrd. US-Dollar (5,15 Mrd. Euro).
 

Für das komplette Geschäftsjahr 2025 rechnet die FACC-Führung mit einem Umsatzplus von fünf bis 15 Prozent auf etwa 1 Mrd. Euro. Die EBIT-Marge soll sich gegenüber 2024 (3,2 Prozent) verbessern.

Das Kostensenkungs- und Effizienzprogramm der FACC würde weiterhin mit voller Kraft umgesetzt "und wird bis Ende 2026 zu einer nachhaltigen Ertragssteigerung führen", so das Unternehmen mit Hauptsitz in Ried im Innkreis. (LB/APA)

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