Flächenwidmung Niederösterreich : Betriebsgebiete Niederösterreich: WKNÖ fordert Maßnahmen für bessere Standortbedingungen
Im aktuellen Positionspapier „Unser Standpunkt“ widmet sich die Wirtschaftskammer Niederösterreich ausführlich dem Thema Betriebsgebiete als entscheidendem Standortfaktor.
- © Adobe Stock/mdworschakBetriebs- und Industriegebiete sind zentrale Pfeiler für Arbeitsplätze, regionale Wertschöpfung und Versorgungssicherheit, betont die Wirtschaftskammer Niederösterreich.
Die WKNÖ hat daher einen Maßnahmenkatalog vorgelegt, der die Bedeutung dieser Flächen für den Wirtschaftsstandort unterstreichen soll.
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„Kleinbetriebe mit bis zu 20 Beschäftigten machen über 90 Prozent aller Arbeitgeberbetriebe in Niederösterreich aus. Sie beschäftigen mehr als 147.000 Menschen und erwirtschaften eine Bruttowertschöpfung von rund 8 Milliarden Euro", sagt WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker. "Für sie brauchen wir auch die besten Rahmenbedingungen, zum Beispiel in Form von Betriebsgebieten."
Ecker verweist auch auf die Bedeutung der rohstoffabbauenden Wirtschaft in Niederösterreich: 392 Millionen Euro Bruttowertschöpfung und 3.100 Beschäftigte.
„Es geht darum, konsequent und langfristig optimale Rahmenbedingungen für Betriebe aller Größen zu schaffen“, so Ecker.
Positionspapier der WKNÖ: Standortfaktor Betriebsgebiete im Fokus
Im aktuellen Positionspapier „Unser Standpunkt“ (Link dient der Information – keine Affiliation zu den WIRTSCHAFTSNACHRICHTEN) widmet sich die Wirtschaftskammer Niederösterreich ausführlich dem Thema Betriebsgebiete als entscheidendem Standortfaktor.
„Raumplanungen auf überregionaler und lokaler Ebene, wie Flächenwidmungspläne, schaffen Rechtssicherheit und damit die notwendige Basis für Investitionen und das wirtschaftliche Agieren von Unternehmen", sagt WKNÖ-Direktor Johannes Schedlbauer. "Als Wirtschaftskammer NÖ sind wir regelmäßig in Widmungs- bzw. Planungsverfahren eingebunden und vertreten dort die Interessen der gewerblichen Wirtschaft.“
Maßnahmenpaket zur Stärkung der Betriebsflächen in Niederösterreich
Um Niederösterreichs Position als attraktiven Wirtschaftsstandort nachhaltig abzusichern, hat die Wirtschaftskammer NÖ einen Maßnahmenkatalog entwickelt, der laut Ecker und Schedlbauer rasch umgesetzt werden soll.
Die Kernpunkte:
Planungsstabilität sicherstellen: Rechtssichere Raumplanung und klare Vorgaben für Unternehmen mit speziellen Anforderungen wie Seveso-Betrieben sollen Investitionen erleichtern.
Konflikte mit Anrainern vermeiden: Wohnbebauungen sollen mit ausreichend Abstand zu Betriebsflächen geplant werden, um Beschwerden vorzubeugen.
Flächenverfügbarkeit erhöhen: Ziel ist es, Bauland zu mobilisieren und ortsnahe Betriebsflächen bereitzustellen – vor allem für kleinere Unternehmen.
Interkommunale Zusammenarbeit fördern: Großflächige Betriebsgebiete für größere Unternehmen sollen durch gemeindeübergreifende Planung ermöglicht werden.
Rohstoffsicherung gewährleisten: Die nachhaltige Sicherung von Flächen für den Rohstoffabbau bleibt essenziell für die regionale Versorgung.
Flächen für erneuerbare Energien sichern: Der Ausbau erneuerbarer Energiequellen soll durch gezielte Flächensicherung forciert werden.
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