Wirtschaft Kärnten : Kärntner Industrie fordert Reformen: Wege aus der Rezession und Chancen für die Zukunft

Edgar Jermendy, Sabine Herlitschka, Xenia Daum, Claudia Mischensky, Michael Velmeden und Timo Springer posieren beim Neujahrsauftakt 2025 der Industriellenvereinigung Kärnten.

Edgar Jermendy, Sabine Herlitschka, Xenia Daum, Claudia Mischensky, Michael Velmeden und Timo Springer beim Neujahrsauftakt 2025 der Industriellenvereinigung Kärnten.

- © Helge Bauer

Die Wettbewerbsfähigkeit der Kärntner Industrie zu thematisieren und Perspektiven für die Zukunft aufzuzeigen. Das waren 2025 die Ziele des traditionellen Neujahrsauftakt der Industriellenvereinigung (IV) Kärnten. 

Mehr als 200 Vertreterinnen und Vertreter aus Industrie, Politik, Verwaltung und Medien kamen zu der Veranstaltung unter dem Motto „Herausforderungen, Chancen und Reformen“. 

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Claudia Mischensky, Geschäftsführerin der IV Kärnten, eröffnete den Abend mit einer Würdigung der Stärken der Kärntner Industrie. Sie hob die Vielfalt, Leistungsfähigkeit und Innovationskraft als wesentliche Merkmale des Standorts hervor. Mischensky betonte die Bedeutung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit ihrem Fachwissen und Engagement die Grundlage für den Erfolg der Kärntner Industrie bilden. Die Mischung aus Kreativität, technischem Know-how und Unternehmergeist mache den Standort einzigartig.

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Die Mischung aus Kreativität, technischem Know-how und Unternehmergeist mache den Standort einzigartig, so IV-Kärnten-Geschäftsführerin Claudia Mischensky.

- © guenther - stock.adobe.com

Reformen als Schlüssel zu Kärntens Wettbewerbsfähigkeit

Timo Springer, Präsident der IV Kärnten, skizzierte in seiner Rede die aktuellen Herausforderungen der Industrie. Er verwies auf hohe Energie- und Arbeitskosten sowie den überlasteten Staatshaushalt als zentrale Probleme. Springer forderte von der Politik entschlossene Reformen, um Österreichs Wettbewerbsfähigkeit wiederherzustellen.

Zu den zentralen Forderungen zählten:

Springer betonte, dass ein starker Reformwille notwendig sei, um die heimische Industrie aus der Rezession zu führen.

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Xenia Daum, Geschäftsführerin der Kleinen Zeitung, spricht über den digitalen Wandel und die veränderte Mediennutzung.

- © Helge Bauer

Medien im Wandel: Zukunft der Kommunikation

Eine weitere Vortragende der Veranstaltung war Xenia Daum, Geschäftsführerin der Kleinen Zeitung. Sie sprach über den digitalen Wandel in der Medienlandschaft und erläuterte, wie traditionelle und digitale Kommunikationskanäle ineinandergreifen müssen, um Zielgruppen effektiv anzusprechen. 

Medien seien eine wichtige Brücke zwischen Industrie und Gesellschaft, so Daum. Unternehmen müssten authentisch und gezielt kommunizieren, um Vertrauen und Reichweite aufzubauen.

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Zusammenarbeit als Schlüssel für die Zukunft

Die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft wurde von den anwesenden Vertretern aus der Politik unterstrichen. Landeshauptmannstellvertreterin Gaby Schaunig und Landeshauptmannstellvertreter Martin Gruber betonten die Bedeutung eines starken Standorts Kärnten, der durch gemeinsames Engagement gestärkt werden könne.

Claudia Mischensky schloss die Veranstaltung mit einem Appell, die bestehenden Herausforderungen mit Leidenschaft und Tatkraft anzugehen. Der Neujahrsauftakt machte deutlich, dass eine zukunftsfähige Kärntner Industrie sowohl Reformen als auch Innovation erfordert, um langfristig erfolgreich zu bleiben.