EU AI Act : KI in der Vermögensverwaltung: Wachstum, Innovationen und neue EU-Vorgaben

Ein weißer humanoider Roboter sitzt an einem Tisch und macht Türme aus Geldmünzen. Ki-generiert.

59 % der institutionellen Investoren erwarten, durch disruptive Technologien unabhängiger von Vermögensverwalter:innen zu werden.

(Hinweis: Dieses Bild wurde mithilfe von KI generiert und dient der Illustration.)

- © Pixelot

Künstliche Intelligenz (KI) und andere disruptive Technologien gewinnen in der Vermögensverwaltung zunehmend an Bedeutung. Laut der aktuellen PwC Global Asset & Wealth Management Survey erwarten 80 % der befragten Vermögensverwalter:innen durch neue Technologien Umsatzsteigerungen. 

Auch die betriebliche Effizienz könnte durch den Einsatz von Tech-as-a-Service-Angeboten in Bereichen wie Vertrieb, Portfoliomanagement oder Datenanalysen steigen. Prognosen zufolge sind bis 2028 zusätzliche Umsatzsteigerungen von bis zu 12 % möglich.

Insbesondere Fusionen, Übernahmen und Kooperationen spielen eine zentrale Rolle: 81 % der Vermögensverwalter:innen planen solche Schritte, um ihre technologischen Fähigkeiten auszubauen und digitale Vertriebskanäle zu stärken. Trotz dieser Ambitionen investiert die Mehrheit (68 %) weniger als ein Sechstel des Budgets in transformative Technologien.

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  • Portraitbild von Thomas Steinbauer, COO und Asset & Wealth Management Leader von PwC Österreich
    "Der Aufbau technologiegetriebener Ökosysteme, die Integration von KI und die gezielte Weiterbildung der Mitarbeitenden sind entscheidend, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben."

    Thomas Steinbauer, COO und Asset & Wealth Management Leader von PwC Österreich

Investoren fordern mehr Eigenständigkeit durch Technologie

Auch auf Investorenseite lässt sich ein Trend zur Digitalisierung erkennen: 59 % der institutionellen Investoren erwarten, durch disruptive Technologien unabhängiger von Vermögensverwalter:innen zu werden. Echtzeit-Risikoüberwachung, fortschrittliche Marktanalysen und effizientes Portfolio-Rebalancing stehen dabei im Fokus. 

Diese Entwicklung geht mit dem erwarteten Anstieg des global verwalteten Vermögens auf 171 Billionen US-Dollar bis 2028 einher.

  • Portraitfoto von Christian Faymann, Institutsleiter des WIFI Wien
    „Der WIFI-KI-Führerschein sendet ein starkes Signal an Kunden und Geschäftspartner. Unternehmen stellen sich damit aktiv den Herausforderungen der digitalen Transformation“

    Christian Faymann, Institutsleiter des WIFI Wien

Tokenisierung und KI als Innovationstreiber

Ein besonders dynamischer Bereich ist die Tokenisierung von Vermögenswerten: Das Marktvolumen könnte bis 2028 von 40 auf über 317 Milliarden US-Dollar wachsen. 

Diese Digitalisierung ermöglicht eine breitere Diversifizierung und verbessert den Zugang zu Finanzmärkten. Dennoch bieten aktuell nur 18 % der Vermögensverwalter:innen digitale Vermögenswerte an.

EU-KI-Verordnung (AI Act) stellt neue Anforderungen an Unternehmen

Parallel zu diesen technologischen Trends müssen sich Unternehmen in der EU seit dem 2. Februar 2025 auf neue gesetzliche Rahmenbedingungen einstellen: Die EU-KI-Verordnung (AI-Act) verlangt, dass Mitarbeitende im Umgang mit KI ausreichend geschult sind.

Das WIFI Wien der Wirtschaftskammer Wien bietet mit dem "WIFI-KI-Führerschein" ein Programm, das diese Anforderungen adressiert. 

„Unternehmen sind verpflichtet, ihre Mitarbeiter zu schulen, um einheitliche Standards in der Nutzung von KI zu etablieren“, erklärt Christian Faymann, Institutsleiter des WIFI Wien. 

Das Programm vermittelt in 28 Lehreinheiten Wissen zu Themen wie Risiko-Assessment, Datenschutz (DSGVO) und ethischen Standards.

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Praxisorientierte Weiterbildung für mehr Wettbewerbsfähigkeit

Der KI-Führerschein legt Wert auf Praxisbezug: Teilnehmer:innen nutzen Tools wie ChatGPT, Copilot oder KI-Bildgeneratoren in einer speziell entwickelten Umgebung. Branchenorientierte Module, etwa für Berufsfotografen oder Führungskräfte, erweitern das Angebot. 

"Der KI-Führerschein sendet ein starkes Signal an Kunden und Geschäftspartner: Das Unternehmen ist zukunftsorientiert", betont Faymann.

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