Österreich Digitalisierung : Wie die digitale Transformation in Österreich forciert werden soll

Eröffnungs-Summit der Plattform Industrie 4.0 im Salzlaber in Hall in Tirol 2024: ein Redner am Podium vor Publikum.

Eröffnungs-Summit der Plattform Industrie 4.0 im Salzlaber in Hall in Tirol.  

- © Plattform Industrie 4.0 Österreich / Harald Kantschieder

Österreich ist ein Industrieland. Das lässt sich allein daran ablesen, welche Wertschöpfung die produzierende Industrie hierzulande generiert: 2022 gab es in diesem Sektor mehr als 31.000 Unternehmen mit über 720.000 Mitarbeiter, mit Umsätzen von fast 280 Milliarden Euro. 

In der jährlichen Studie „Made in Austria: Produktionsarbeit in Österreich 2024“ schätzen Produktionsunternehmen die aktuelle Lage allerdings herausfordernd ein. Das betrifft sowohl die Geschäftslage und Wettbewerbsfähigkeit, als auch die Personalstände.

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Optimistischer sind die Unternehmen, wenn es um den Einsatz neuer Technologien und die eigene Innovationskraft geht.  

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Mario Gerber (Tiroler Wirtschaftslandesrat), Jimmy Heinzl (Geschäftsführer Wirtschafts-Standort Vorarlberg (WISTO)), Elfriede Schober (stv. Bundesvorsitzende der Produktionsgewerkschaft (PRO-GE)), Michael Wiesmüller (Abteilungsleiter „Digitale Schlüsseltechnologien für industrielle Innovationen“ im BMK, Rainer Haag (Vorsitzender Task Force Industrie 4.0 der IV Tirol, CEO ematric) und Thomas Welser (Vorstandsvorsitzender Plattform Industrie 4.0 Österreich) bei der Pressekonferenz anlässlich des Summit Industrie 4.0 im Salz-lager in Hall in Tirol.

- © Plattform Industrie 4.0 Österreich / Harald Kantschieder

Wertschöpfung erhalten durch Digitalisierung

Um diese essenzielle Wertschöpfung im Land zu halten und den Standort zu stärken, muss die Digitalisierung im produzierenden Sektor massiv vorangetrieben werden. Die Plattform Industrie 4.0 hat sich dieser Mission verschrieben.  

Eine Schlüsselrolle für einen wettbewerbsfähigen Standort spielen neue Technologien und Innovationen. So gewinnt Künstliche Intelligenz (KI) für Firmen zunehmend an Bedeutung.  

Dass die Digitalisierung in der österreichischen Wirtschaft noch ausbaufähig ist, belegt eine Studie, laut der nur 2,6 Prozent der heimischen Betriebe den höchsten digitalen Reifegrad (Stufe 3) erreichen.  

Tirol investiert in die Zukunft

„Tirol investiert gezielt in Digitalisierung und intelligente Vernetzung, um Unternehmen im globalen Wettbewerb zu stärken. Unser Ziel ist es, die heimische Wirtschaft fit für die Zukunft zu machen und die Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts langfristig zu sichern. Industrie 4.0 ist dabei der zentrale Innovationstreiber unserer Zeit. Sie ist nicht nur ein Thema für große Betriebe, auch kleine und mittelständische Unternehmen profitieren enorm von digitaler Transformation“, sagt der Tiroler Wirtschaftslandesrat Mario Gerber. 

Mit dem datahub.tirol, abgewickelt von der Standortagentur Tirol, wurde eine Plattform geschaffen, die Unternehmen den Zugang zu den relevanten Daten ermöglichen soll. Der datahub.tirol gilt als erster EU-konformer regionaler Data Space Europas. 

Industrie 4.0 in Vorarlberg

Für den Wirtschaftsstandort Vorarlberg ist es entscheidend, nicht nur mit technologischen Entwicklungen wie KI oder Human Centricity Schritt zu halten, sondern aktiv Wissen zu generieren und Innovation voranzutreiben. 

„Für die Umsetzung solcher Innovationsprojekte braucht es kompetente Forschungsdienstleister und innovative Unternehmen. Beispiele hierfür sind Leuchtturmprojekte wie die Digital Factory Vorarlberg und das Startup Böhler-Brothers, die beide auf dem diesjährigen Summit vertreten sind“, sagt Jimmy Heinzl, Geschäftsführer der Wirtschafts-Standort Vorarlberg (WISTO). 

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