Liebherr Nenzing : Liebherr Nenzing: Wie trotz Baukrise weiter wachsen?

Beim dynamischen Bodenverdichten lassen Liebherr-Seilbagger schwere Fallgewichte auf den Boden krachen.

Beim dynamischen Bodenverdichten lassen Liebherr-Seilbagger schwere Fallgewichte auf den Boden krachen.

- © Liebherr

Liebherr Nenzing, Technologieunternehmen mit Sitz in Vorarlberg, konnte im Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz von 702,7 Millionen Euro erzielen. Das ist ein Zuwachs von 1,6 % gegenüber dem Vorjahresrekord. 

Trotz einer rückläufigen Nachfrage im Bausektor blieb die Auftragslage stabil. Besonders die Produktion von Hydroseilbaggern, Raupenkranen und Spezialtiefbaugeräten trug dazu bei, da diese Maschinen vermehrt in Infrastruktur- und Energieprojekten eingesetzt werden.

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Teamwork in Perfektion: Zwei Liebherr-Geräte beim Bau der längsten Eisenbahnbrücke Norwegens.

- © Liebherr

Marktstabilität trotz geopolitischer Unsicherheiten

Trotz globaler wirtschaftlicher Unsicherheiten blieben die Absatzmärkte für Liebherr stabil. Nordamerika behauptete sich mit einem Umsatzanteil von 45 % als wichtigste Absatzregion, während Europa mit rund 35 % weiterhin als Kernmarkt fungiert. 

Besonders das Geschäft mit Raupenkranen („Heben“) konnte weiter wachsen. Die Marktsegmente Hydroseilbagger („Umschlag“) sowie Ramm- und Bohrgeräte („Spezialtiefbau“) blieben weitgehend stabil.

Die Dreier-Geschäftsführung: Von links nach rechts: Stefan Maier (Finanzen), Holger Streitz (Technik), Gerhard Frainer (Vertrieb)

- © Liebherr

Fortschritte bei alternativen Antrieben und Digitalisierung

Liebherr Nenzing setzt weiterhin auf innovative Technologien. Auf der Bauma 2025 in München wird das Unternehmen den ersten vollelektrischen Seilbagger HS 8100.2 dual power präsentieren. Das Modell ermöglicht emissionsfreies Arbeiten im Netzbetrieb und ist besonders für lärmempfindliche Baustellen geeignet. 

Bereits zuvor brachte Liebherr ein batteriebetriebenes Drehbohrgerät sowie einen batteriebetriebenen Raupenkran auf den Markt.

Auch digitale Lösungen stehen im Fokus. Mit Systemen wie der Teleoperationsstation „LiReCon“ können Maschinen flexibel ferngesteuert werden – ein Vorteil in schwer zugänglichen oder gefährlichen Arbeitsumgebungen. Zudem wird der „Parts Assistant“ in Kürze KI-gestützte Ersatzteilerkennung ermöglichen, um Wartungsprozesse zu optimieren.

Ausblick auf 2025

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Liebherr Nenzing eine weiterhin stabile Entwicklung. Die Auftragseingänge befinden sich auf einem guten Niveau, was eine vorsichtig optimistische Prognose für 2025 unterstützt.

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