Steiermark Wahl : Gemeinderatswahl Steiermark 2025: Gewinne, Verluste und politische Reaktionen

An den Rändern verschwommenes Bild einer Person von hinten, die in ein Wahllokal in Bruck/Mur geht.

Am 23. März 2025 fanden Gemeinderatswahlen in der Steiermark statt.

- © APA/ERWIN SCHERIAU

Am Sonntag fanden in 284 steirischen Gemeinden die Gemeinderatswahlen statt. Während einige Parteien Zugewinne verzeichnen konnten, gab es auch schmerzhafte Verluste. 

Erste Ergebnisse zeigen ein gemischtes Bild, das von regionalen Entwicklungen geprägt ist.

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Stimmenmehrheiten nach Gemeinden, Quelle: Land Steiermark

- © APA

SPÖ: Starke Ergebnisse und bittere Verluste

Die SPÖ konnte in mehreren Gemeinden ihre Position behaupten oder ausbauen. Besonders positiv bewertete die Partei die Entwicklung in Kapfenberg, wo sie einen Stimmenzuwachs von 4,6 Prozent erreichte. Auch in Wagna und Turnau erzielte sie erneut über 70 bzw. 80 Prozent der Stimmen. 

"Gemeinden wie Liezen, Spielberg, Zeltweg oder Knittelfeld bleiben rot", erklärte SPÖ-Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim.

Gleichzeitig musste die SPÖ in einigen Kommunen Verluste hinnehmen. Besonders das Ergebnis in Bruck an der Mur wurde als "bitter" bezeichnet. "Gemeinderatswahlen sind immer auch Persönlichkeitswahlen", so Seltenheim weiter.

Der Bürgermeister von Leoben, Kurt Wallner (SPÖ), aufgenommen am Sonntag, 23. März 2025, anlässlich der Gemeinderatswahlen. Wallner trägt einen Anzug und zeigt lächeln auf ein Wahllokal.
Der Bürgermeister von Leoben, Kurt Wallner (SPÖ). - © APA/ERWIN SCHERIAU

ÖVP bleibt stärkste Kraft auf Gemeindeebene

Die Volkspartei zeigte sich zufrieden mit ihrem Abschneiden. "Die Volkspartei bleibt Bürgermeisterpartei in der Steiermark", erklärte Generalsekretär Nico Marchetti. Der Wahlerfolg sei das Ergebnis eines "redlichen und fleißigen Wahlkampfs".

Marchetti äußerte sich auch zur FPÖ, die zuletzt mit einer "blauen Welle" geworben hatte: "Von der ‚blauen Welle‘ ist mittlerweile nur mehr ein blaues Rinnsal übriggeblieben." Die FPÖ stellt in der Steiermark weiterhin keinen Bürgermeister.

Grafik Stimmenanteile und Sitze in Gemeinderäten; Quelle: Land Steiermark
Stimmenanteile und Sitze in Gemeinderäten; Quelle: Land Steiermark - © APA

NEOS mit historischem Wahlerfolg

Für NEOS brachte die Wahl ein Rekordergebnis. Generalsekretär Douglas Hoyos gratulierte NEOS Steiermark zum "historisch besten Ergebnis" und verwies auf die Verdopplung der Mandate. 

Besonders in Ramsau sei das Ergebnis erfreulich: Dort erreichte die Partei 34 Prozent und wurde erstmals zweitstärkste Kraft. "Das zeigt klar: Die Menschen wollen Veränderung, auch in ihren Gemeinden", so Hoyos.

Fazit: Unterschiedliche Entwicklungen je nach Region

Die Gemeinderatswahlen in der Steiermark zeigten teils deutliche regionale Unterschiede. Während die ÖVP ihre starke Position in den Gemeinden behaupten konnte, erzielte die SPÖ gemischte Ergebnisse. NEOS feierte einen historischen Erfolg, während die FPÖ trotz bundesweiter Zugewinne auf Gemeindeebene keine entscheidenden Durchbrüche erzielen konnte.

Die genauen Mandatsverteilungen und Bürgermeisterentscheidungen werden in den kommenden Tagen weiter analysiert.
 

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