Nahwärme : Biomasse Österreich: klimaaktiv zeichnet Nahwärme-Vorreiter aus

Franz Moser erhält auf der Biomasse Konferenz 2026 in Graz Auszeichnung von Norbert Totschnig

Franz Moser ist als QM Heizwerke Qualitätsbeauftragter der ersten Stunde für die Umsetzung des Qualitätsmanagements und für die Begleitung von Projekten in Österreich tätig. Außerdem ist er Obmann des steirischen Heizwerke-Betreiber-Verbands und bringt wertvolle persönliche Erfahrung als Heizwerksbetreiber ein.

- © Österreichischer Biomasse-Verband/Viennamotion

Ende Jänner 2026 fand in Graz die 8. Mitteleuropäische Biomassekonferenz CEBC2026 statt. Dort verlieh Umwelt- und Klimaminister Norbert Totschnig zusammen mit dem klimaaktiv Programm-Management Auszeichnungen an beispielhafte Biomasseheizwerke und Wärmenetze in Österreich

Die prämierten Anlagen verbinden die effektive Verwendung erneuerbarer Energie mit durchdachten Gesamtkonzepten. „Wirksame Lösungen auf Basis erneuerbarer Energie sind notwendig, um die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern schnell und dauerhaft zu senken", sagt Umwelt- und Klimaminister Norbert Totschnig. „Die prämierten Anlagen demonstrieren eindrucksvoll, wie sich Biomasseheizwerke und Nahwärmeprojekte erfolgreich realisieren lassen und wie regionale Ressourcen verantwortungsbewusst eingesetzt werden."

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klimaaktiv sichert Qualität bei Fernwärmeversorgung und Biomasseheizwerken

Das klimaaktiv Programm Heizwerke und Wärmenetze trägt wesentlich zur langfristigen Absicherung der nachhaltigen Wärmeversorgung bei. Dafür entwickelte das Programm das spezielle Managementsystem QM Heizwerke

Das österreichweite Programm des BMLUK zielt darauf ab, die technische Qualität und Effizienz von Biomasse-Systemen zu erhöhen. Es entstand in Kooperation mit der internationalen Arbeitsgemeinschaft QM Holzheizwerke.

Das Energie-Potenzial in Südösterreich


„QM Heizwerke gewährleistet eine effiziente, zuverlässige Planung sowie einen professionellen Betrieb von Wärmenetzen und Heizwerken. Zugleich fördern wir die stetige Weiterentwicklung der verwendeten Technologien und verstärken den Know-how-Transfer sowie die Vernetzung innerhalb der Branche. So sichern wir eine grundlegende Voraussetzung für eine nachhaltige Wärmeversorgung in Österreich", sagt Christian Fink, Geschäftsführer von AEE INTEC.
 

Für Anlagen mit mindestens 10 WärmeabnehmerInnen und ab 800 MWh jährlich verkaufter Wärme ist die Teilnahme am Programm im Rahmen der Umweltförderung in Österreich verpflichtend. Derzeit erfasst die QM Heizwerke Datenbank bereits über 2.100 Projekte. Die konsequente Umsetzung der Qualitätsstandards ermöglichte den Betrieben nachweisliche Optimierungen ihrer Betriebsweise. So konnten die Netzverluste seit Einführung des Systems um rund 30 Prozent gesenkt werden.

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Regionale Energieversorgung: Biomasseheizwerke als Fundament der Wärmewende

Biomasseheizwerke gehören zu den bedeutendsten regionalen Energieversorgern. Die Wärme wird über Nahwärmenetze verteilt. Dadurch benötigt nicht jede angeschlossene VerbraucherIn einen eigenen Heizkessel. 

Biomasse ersetzt fossile Energieträger und leistet damit einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz. Derzeit sind in Österreich mehr als 2.500 Biomasseheizwerke in Betrieb. Sie stellen jährlich über 10 Milliarden Kilowattstunden Wärme bereit und versorgen damit hochgerechnet rund 130.000 KundInnen mit klimafreundlicher Nahwärme.

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Ausgezeichnete Vorzeigebetriebe bei erneuerbarer Energie in Österreich

  • Nahwärme Fernitz GmbH (Steiermark) 

Die Anlage läuft seit 2007 und zählt zu den ersten Biomasse-Nahwärmeanlagen in Österreich. Sie bezieht regionale Hackschnitzel aus der Gemeinde und überzeugt durch konsequente Ausbau- und Optimierungsmaßnahmen. Dazu gehören unter anderem ein 200 m³ großer Pufferspeicher sowie der frühzeitige Einsatz einer besonders emissionsarmen CO-Lambda-Verbrennungsregelung.
 

Die 2001 gegründete Gesellschaft verknüpft Biomasse mit Groß-Solarthermie und gilt damit als Vorzeigeanlage für sektorübergreifende Lösungen. Seit 2019 wird das Wärmenetz in den Sommermonaten hauptsächlich durch eine rund 2.000 m² große thermische Solaranlage sowie insgesamt etwa 240 m³ Pufferspeicher versorgt – nahezu ohne Einsatz der Biomassekessel.
 

  • Hackschnitzel- u. Heizgenossenschaft Maria Alm eGen (Salzburg) 

Die Anlage versorgt seit 1993 den Zentralort Maria Alm inklusive Hotel- und Betriebsanlagen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Verwertung der anfallenden Holzasche, die von über 30 LandwirtInnen der Umgebung als Bodenzuschlagsstoff genutzt wird. Verbunden mit hohen Investitionen in die Sortierung und Abfüllung der anfallenden Aschenfraktionen wird damit ein wichtiger Maßstab für die Entwicklung einer Kreislaufwirtschaft gesetzt.
 

  • Biomasse – Verarbeitungs- und Heizgenossenschaft Sillian – Hochpustertal reg.Gen.m.b.H. und Regionalenergie Osttirol reg.Gen.m.b.H. (Tirol) 

Seit 1998 werden die Gemeinden Sillian und Heinfels mit Fernwärme aus Brennstoff von Mitgliedsbetrieben der Genossenschaft und forstwirtschaftlichen Betrieben in der Umgebung versorgt. Nach umfassenden Revitalisierungsmaßnahmen und der Betriebsübernahme in partnerschaftlicher Zusammenarbeit durch die Regionalenergie Osttirol liegt der Fokus auf weiteren Optimierungsmaßnahmen zur langfristigen Sicherung des nachhaltigen Anlagenbetriebs.
 

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