Salzburger Sparkasse Fusion : Erste Bank will Salzburger Sparkasse stärker integrieren: Was bedeutet das für den Standort?

Die Erste Bank Oesterreich sieht Salzburg als wichtigen Markt und plant eine stärkere Integration der Salzburger Sparkasse.
- © Adobe stock / TaljatDie Erste Bank Oesterreich betrachtet Salzburg als wichtigen Markt und plant eine stärkere Integration der Salzburger Sparkasse.
"Salzburg ist ein sehr wichtiger Markt für uns. Die Ergebnisse aus dem vergangenen Jahr beweisen unsere Position in Salzburg und zeigen gleichzeitig unseren Anspruch, diese weiter auszubauen", erklärt Gerda Holzinger-Burgstaller, CEO der Erste Bank Oesterreich.
Mit der Fusion der beiden Banken wolle man regionale Stärken mit den erweiterten Leistungen der Erste Bank kombinieren.
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Um den regionalen Fokus in Salzburg zu stärken, wurde in der Erste Bank eine eigene Landesdirektion eingerichtet, deren Leitung Claus Graggaber übernimmt. Der 48-jährige Jurist und Betriebswirt ist seit zwei Jahrzehnten in der Erste Group tätig und hat umfangreiche Managementerfahrung im Unternehmenskundengeschäft sowie in der Immobilienfinanzierung, insbesondere im Hotel- und Tourismussektor.
14.000 neue Kunden gewonnen
Die Salzburger Sparkasse hat im Jahr 2024 ein Betriebsergebnis von 145,7 Millionen Euro erzielt und ihre Bilanzsumme leicht auf 8,08 Milliarden Euro gesteigert (+0,4 %).
Das Kreditvolumen wuchs um 4,1 % auf 6,65 Milliarden Euro, wobei insbesondere das Firmenkundengeschäft als Treiber dieser Entwicklung gesehen wird. Auch Wohnbaufinanzierungen fielen nach einem Rückgang wieder etwas höher aus und stiegen auf 2,35 Milliarden Euro (+1,2 %).
Die gesamten Kundeneinlagen legten um 1,3 % auf 6,27 Milliarden Euro zu. Zudem konnte das Institut im vergangenen Jahr über 14.000 neue Privat- und Firmenkunden gewinnen, wodurch der gesamte Kundenbestand auf mehr als 260.000 anstieg.

Fusion der Banken im dritten Quartal 2025
Die rechtliche Fusion der Salzburger Sparkasse Bank AG mit der Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG ist für das dritte Quartal 2025 geplant.
Bereits im Vorfeld haben die bisherigen Vorstände der Salzburger Sparkasse, Christoph Paulweber und Markus Sattel, ihre Mandate niedergelegt. Bis zur vollständigen Integration werden Ilinka Kajgana, Risikovorständin der Erste Bank, und Hans Unterdorfer, Unternehmenskundenvorstand der Erste Bank, die Leitung übernehmen.
Für Kundinnen und Kunden ändert sich durch die Fusion laut Unternehmen vorerst nichts. Die Marke Salzburger Sparkasse bleibt bestehen, und der Fokus soll auf einer stabilen Weiterentwicklung des Kundengeschäfts liegen.
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