Trinkwasser Österreich : Österreichs Wasserversorgung muss gesichert werden: 755 neue Projekte

hand mit lackierten nägeln lässt einen starken wasserstrahl aus einem holzrohr in einen bierkrug laufen

Besonders Trinkwasserversorgungsprojekte sind angesichts der notwendigen Anpassungen an den Klimawandel von höchster Priorität.

- © adobe stock/grafxart

Österreichs Gemeinden investieren kräftig in ihre Wasserinfrastruktur. 

Laut einer aktuellen Halbjahresbilanz des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) sind in den ersten sechs Monaten 2026 zahlreiche Projekte zur Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung auf den Weg gebracht worden. 

Die Förderungen in der Siedlungswasserwirtschaft sollen dabei helfen, die kommunale Infrastruktur zu erhalten und auszubauen. Im Fokus stehen die Versorgungssicherheit der Gemeinden sowie Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel.

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Umweltminister Norbert Totschnig sieht in den Investitionen einen wichtigen Baustein für die Zukunft: 

„Mit unseren Investitionen in die Wasserinfrastruktur schaffen wir die Grundlage für Lebensqualität, Versorgungssicherheit und Umweltschutz. Die Halbjahresbilanz zeigt, dass wir gemeinsam mit den Gemeinden zentrale Zukunftsprojekte voranbringen und die Wasserinfrastruktur nachhaltig stärken.“

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755 Projekte im ersten Halbjahr genehmigt

Die Kommission Wasserwirtschaft hat im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 755 Projekte im Bereich Trinkwasser und Abwasser bewilligt. 

„Besonders Trinkwasserversorgungsprojekte sind angesichts der notwendigen Anpassungen an den Klimawandel von höchster Priorität. Auch die Sanierung unserer Kanalnetze und der Ausbau der Kläranlagen sind dringend notwendig“, erklärt Totschnig dazu. 

Insgesamt sichert der Bund den Gemeinden ein Fördervolumen von 78 Mio. Euro zu, wodurch Investitionen von rund 474 Mio. Euro angestoßen werden.


Das Spektrum der geförderten Vorhaben ist breit: Es reicht von der Erneuerung zentraler Leitungsnetze über den Ausbau von Hochbehältern bis zur Modernisierung von Kläranlagen. Auch Maßnahmen zur Regenwasserbewirtschaftung, etwa durch neue Versickerungsanlagen, zählen dazu.

trinkwassersäule in wiener Innenstadt
Österreichs Trinkwasserversorgung ist Teil der Lebensqualität. - © adobe stock/Robert Poorten

Trinkwasserversorgung Förderung: Die Zahlen im Überblick

Für 353 Projekte im Bereich der Trinkwasserversorgung stellt das BMLUK 27 Mio. Euro bereit. Damit werden:

  • 273 Kilometer Wasserleitungen neu gebaut oder saniert,
  • zusätzliche 24.000 m³ Speichervolumen in Hochbehältern geschaffen,
  • 39 Brunnen und 65 Quellen geschaffen oder erneuert.


In die Abwasserentsorgung fließen weitere 51 Mio. Euro, mit denen 402 Projekte unterstützt werden.

Steiermark investiert in Speichervolumen

In der Steiermark baut die Gemeinde Sankt Margarethen bei Knittelfeld einen Hochbehälter, um ihre Trinkwasserversorgung abzusichern. Bei Gesamtinvestitionen von rund 2,5 Mio. Euro übernimmt das BMLUK etwa 300.000 Euro. Dadurch entsteht ein neues Speichervolumen von 350 m³.
 

Die Gemeinde Seiersberg-Pirka erweitert ihr bestehendes Speichervolumen um 400 m³. Die Förderung beläuft sich auf 130.000 Euro, die Gesamtinvestition auf 1,3 Mio. Euro.

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Trinkwasserversorgung Niederösterreich: Neue Hochbehälter

Auch in Niederösterreich tut sich einiges bei der Trinkwasserversorgung. In Pitten entsteht ein neuer Hochbehälter mit einem Speichervolumen von 1.200 m³. Das BMLUK unterstützt das Vorhaben mit rund 160.000 Euro, was Investitionen von 1,6 Mio. Euro auslöst.
 

In der Marktgemeinde Gresten wird ebenfalls in die künftige Wasserversorgung investiert: Bei einem Förderbarwert von 640.000 Euro und Investitionskosten von 3,2 Mio. Euro werden Wasserleitungen, Hausanschlüsse und Hydranten erneuert beziehungsweise neu errichtet.

Sanierungsoffensive in Kärnten

In Kärnten setzt die Marktgemeinde Brückl auf umfangreiche Sanierungsmaßnahmen: Rund 1 Mio. Euro fließen in die Quellsanierung Johannserberg, bei der insgesamt neun Quellen instandgesetzt werden. 

Das Projekt umfasst unter anderem die Sanierung von Quellfassungen, Quellsammelschächten, zwei Brunnenstuben sowie einer Transportleitung zum Hochbehälter. Das BMLUK fördert dieses Vorhaben mit 130.000 Euro.
 

Auch in der Marktgemeinde Oberdrauburg werden Quellfassungen, Hochbehälter und Leitungen erneuert. Hier stehen einem Fördervolumen von 220.000 Euro Investitionen von 900.000 Euro gegenüber.

Ausbau in Tirol: Neue Tiefbrunnenanlagen in Kematen

Auch im Westen Österreichs setzen die Gemeinden auf mehr Versorgungssicherheit. 

In Kematen in Tirol wird die Trinkwasserversorgung durch neue Tiefbrunnenanlagen erweitert. Der Bund fördert dieses Projekt mit rund 330.000 Euro, wodurch Investitionen von 3,3 Mio. Euro ermöglicht werden.

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