Dachbegrünung : Neue Önorm Dachbegrünung: Jetzt kommen Schulungen
Inhalt
- Schulung zur neuen Önorm
- Önorm B 1131 macht Dachbegrünung zum fixen Bestandteil der Bauplanung
- Umsetzung der Dachbegrünung-Norm startet mit Inkrafttreten
- Begrünungsstandards: Österreich mit Sonderstellung in der EU
- Neue Anforderungen der Önorm B 1131 für Dach- und Fassadenbegrünung
- Klimaanpassung und Biodiversität rücken stärker in den Fokus
- Neue Önorm B 1131 schafft Grundlage für zukünftige Bauprojekte
- Schulungen zur Önorm B 1131 starten 2026
Anforderungen an Substrate und Dränschichten wurden vereinfacht und präzisiert.
- © adobe stock/HoangNgocÖsterreich baut seine Rolle bei Begrünungsstandards innerhalb der EU weiter aus. Mit der Veröffentlichung der Önorm B 1131 zur Dachbegrünung wird Bauwerksbegrünung erstmals verbindlich im Bauwesen geregelt. Damit entsteht eine durchgängige Grundlage für Planung, Ausführung und Pflege von Begrünungssystemen auf Gebäuden.
Als einziges EU-Land verfügt Österreich über eigenständige Normen für Dach-, Fassadenbegrünung und Innenraumbegrünung. Die neue Regelung integriert aktuelle Entwicklungen wie Solargründächer, Retentionslösungen und biodiversitätsfördernde Systeme und definiert Anforderungen für klimaangepasstes Bauen neu.
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Schulung zur neuen Önorm
Webinar zur ÖNORM B 1131 von Grünstattgrau (Es besteht keine Affiliation zu den WIRTSCHAFTSNACHRICHTEN)
08. und 29. Juni 2026, jeweils 09-11:00 Uhr, online
In diesem Webinar werden die Änderungen in der neuen Norm und Praxisanwendungen ausführlich von Expert:innen des Verbands für Bauwerksbegrünung (VfB) vorgestellt, die über die letzten 5 Jahre an der Überarbeitung mitgewirkt haben.
Zielgruppen:
Architekt:innen, Landschaftsplaner:innen, Techniker:innen und Ingenieur:innen der Baubranche (Gebäude, Bau, Versorgungstechnik, etc.), Bauträger:innen, Garten- und Landschaftsbau sowie Gärtner:innen, Gutachter:innen, Sachverständige, Kulturtechniker:innnen, Dachdecker:innen, Solarteur:innen, Statiker:innen, Brandschutzplaner:innen, Auftraggeber:innen, öffentliche Beschaffung, Förderstellen.
Kosten:
120€ exkl. USt. pro Person. Netzwerkpartner erhalten einen Rabatt.
Önorm B 1131 macht Dachbegrünung zum fixen Bestandteil der Bauplanung
Mit der neuen Önorm B 1131, herausgegeben von Austrian Standards International, wird Bauwerksbegrünung erstmals direkt im Bauwesen verankert.
Der Wechsel von der bisherigen L Norm zur B Norm geht über eine formale Anpassung hinaus. Begrünte Dächer und Decken gelten künftig nicht mehr als Zusatz, sondern als integraler Bestandteil von Planung, Ausschreibung und Umsetzung.
Die Entwicklung der Regelwerke reicht von der ONR 121131 aus dem Jahr 2002 über die Önorm L 1131 aus 2010 bis hin zur aktuellen Fassung für 2026.
„Mit der neuen Önorm B 1131 schaffen wir einen neuen Stand der Technik, auf dem Qualität in der Bauwerksbegrünung einheitlich geplant, umgesetzt und bewertet werden kann. Sie ist zugleich die Basis für unsere weiterentwickelten Zertifizierungen von Produkten und Betrieben und sorgt für mehr Transparenz und Vergleichbarkeit im Markt“, sagt Martin Haas, Vorstandsvorsitzender des Verbands für Bauwerksbegrünung und Geschäftsführer von Haas Garten- und Landschaftsbau GmbH mit Hauptsitz im Bezirk Amstetten.
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Umsetzung der Dachbegrünung-Norm startet mit Inkrafttreten
Seit dem Inkrafttreten am 15. April 2026 beginnt die praktische Anwendung der neuen Önorm Dachbegrünung. Eine zentrale Rolle übernimmt dabei Grünstattgrau. Die Organisation unterstützt mit Weiterbildungsangeboten, Wissenstransfer sowie Beratung für Städte, Gemeinden und Förderstellen.
„Die neue Önorm B 1131 ist ein wichtiger Schritt. Entscheidend ist jetzt, dass sie in der Praxis ankommt. Wir unterstützen bei der Umsetzung und sind Bindeglied zwischen Bauwesen und Begrünungsbranche“, erklärt Susanne Formanek, Geschäftsführerin von Grünstattgrau.
Begrünungsstandards: Österreich mit Sonderstellung in der EU
Im europäischen Vergleich nimmt Österreich eine besondere Position ein. Durch eigene Normen für Dach-, Fassadenbegrünung und Innenraumbegrünung besteht ein umfassender Rahmen für Bauwerksbegrünung am, auf und im Gebäude.
„Hinsichtlich Begrünungsstandards nehmen wir innerhalb der EU eine klare Vorreiterrolle ein. Die neue ÖNORM B 1131 definiert den Stand der Technik für zukunftsfitte, multifunktionale Gründächer und bildet aktuelle Trends und Entwicklungen systematisch ab“, sagt auch Christian Oberbichler, Arbeitsgruppenleiter der AG 227.19 und Geschäftsführer der Dachgrün GmbH mit Sitz in Wien.
Neue Anforderungen der Önorm B 1131 für Dach- und Fassadenbegrünung
Die neue Norm bringt mehrere Änderungen für Planung und Umsetzung von Dachbegrünung sowie angrenzende Bereiche wie Fassadenbegrünung.
Mehr Sicherheit ergibt sich durch klar definierte Anforderungen an das Brandverhalten sämtlicher Dachbegrünungskategorien. Das soll die Brandschutzplanung vereinfachen und bestehende Unsicherheiten reduzieren.
Zugleich werden multifunktionale Nutzungen stärker berücksichtigt. Solargründächer sind nun ebenso standardisiert wie Retentionsgründächer, die bislang häufig als Sonderlösung galten, jedoch bereits eine wichtige Rolle im Regenwassermanagement spielen.
Auch technische Anforderungen wurden angepasst. Vorgaben für Substrate und Dränschichten wurden vereinfacht und präzisiert. Prüfmethoden sind klar definiert und stärker an der praktischen Umsetzung ausgerichtet.
Klimaanpassung und Biodiversität rücken stärker in den Fokus
Die Önorm B 1131 berücksichtigt verstärkt Anforderungen im Kontext des Klimawandels. So werden Details wie vegetationsfreie Streifen bei Dachrändern geregelt, ebenso Ausnahmen für kleinere Flächen.
Gleichzeitig wird ein neuer Mindeststandard eingeführt. Ein extensives Gründach muss künftig eine Aufbauhöhe von mindestens 10 cm sowie mindestens 8 cm Substrat aufweisen. Reduzierte Varianten gelten nicht mehr als Standard.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Biodiversität. Die Norm fördert den Einsatz geeigneter Elemente, die Kombination verschiedener Begrünungstypen sowie die Verwendung standortgerechter, heimischer Pflanzen.
„Entscheidend ist, dass die Norm die steigende Komplexität in der Praxis gut abbildet. Sie schafft eine bessere Orientierung für alle Beteiligten und ermöglicht es, auch anspruchsvollere Projekte sicher und nachvollziehbar umzusetzen“, sagt Katharina Mauss, Prokuristin von Grünstattgrau.
Neue Önorm B 1131 schafft Grundlage für zukünftige Bauprojekte
Mit der Önorm B 1131 liegt erstmals ein umfassender Qualitätsstandard für die Bauwerksbegrünung im Bauwesen vor. Damit ist klar definiert, wie Planung und Umsetzung künftig erfolgen sollen.
„Damit ist klar definiert, wie Planung sowie Umsetzung künftig aussehen müssen. Jetzt geht es darum, diese Standards in die Praxis zu bringen und Bauwerksbegrünung in Österreich breiter zu realisieren. Genau darin liegt die Chance für die nachhaltige Entwicklung unserer Branche“, bringt Martin Haas es auf den Punkt.
Schulungen zur Önorm B 1131 starten 2026
Begleitend zur Einführung werden Schulungen und Online-Seminare angeboten. Am 8. und 29. Juni 2026 vermitteln Mitglieder der Arbeitsgruppen Inhalte der Norm mit Praxisbezug.
Zwischen 30. Juni und 3. Juli 2026 findet zudem eine aktualisierte Weiterbildung zur Bauwerksbegrünung statt. Diese deckt Dach-, Fassadenbegrünung sowie Innenraumbegrünung ab und behandelt auch rechtliche und technische Aspekte. Die modularen Formate kombinieren Theorie und Praxis und können individuell zusammengestellt werden.
Hier gibt es mehr Infos dazu (Dieser Link dient der Information – es besteht keine Affiliation zu den WIRTSCHAFTSNACHRICHTEN.)
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