Immobilienmarkt Kärnten 2025 : Immobilienmarkt Kärnten 2025: Preise, Trends und Herausforderungen

Ein Mann und eine Frau zwischen 30 und 40 lassen sich von einem Makler ein großes, modernes, leeres Haus zeigen und studieren gemeinsam die Exposé-Mappe.

Für 2025 setzt die Kärntner Immobilienwirtschaft auf transparente Rahmenbedingungen und gezielte Maßnahmen zur Förderung des Eigentumserwerbs.

- © Andrey Popov

Die aktuelle Ausgabe des Immobilienpreisspiegels zeigt, wie sich der Kärntner Immobilienmarkt 2024 entwickelt hat. 

Während die Zahl der Transaktionen gesunken ist, blieben Mieten stabil und Gewerbeimmobilien verzeichneten leichte Preissteigerungen. Besonders die Entwicklung in den urbanen Zentren Kärntens sticht hervor.
 

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  • Portrait von Paul Perkonig, Obmann der WK-Fachgruppe Immobilien- und Vermögenstreuhänder
    „Wir benötigen leistbaren Wohnraum, aber auch Anreize für den Wohnbau, um unsere ländlichen Regionen attraktiv zu halten.“

    Paul Perkonig, Fachgruppenobmann der Immobilien- und Vermögenstreuhänder in der Wirtschaftskammer Kärnten

Rückgang bei Immobilientransaktionen – regionale Unterschiede sichtbar

Laut dem aktuellen Immobilienpreisspiegel wurden 2024 in Kärnten 3.850 Immobilientransaktionen registriert – ein Minus von rund 10 % gegenüber dem Vorjahr. 

Dennoch gibt es regionale Unterschiede. Während die Nachfrage in den Städten Klagenfurt und Villach weiterhin hoch bleibt, führt der demografische Wandel in peripheren Regionen vereinzelt zu sinkenden Preisen.

„Wir sehen, dass die Nachfrage nach Immobilien in den urbanen Zentren Kärntens weiterhin hoch ist. In peripheren Regionen hingegen führt der demografische Wandel vereinzelt zu sinkenden Preisen – eine Herausforderung, der wir uns als Branche gemeinsam mit der Politik stellen müssen“, erklärt Paul Perkonig, Fachgruppenobmann der Immobilien- und Vermögenstreuhänder in der Wirtschaftskammer Kärnten.

Um den ländlichen Regionen entgegenzuwirken, seien Investitionen in Infrastruktur und Sanierung essenziell. „Wir benötigen leistbaren Wohnraum, aber auch Anreize für den Wohnbau, um unsere ländlichen Regionen attraktiv zu halten.“
 

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Ein Balkendiagramm zeigt die Immobilienpreise 2025 in den österreichischen Hauptstädten.
Immobilienpreise 2025: Klagenfurt unter Graz und über Eisenstadt. - © APA

Eigentumswohnungen und Mieten: Stabilität trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten

Eigentumswohnungen im Erstbezug verzeichneten 2024 eine marginale Preissteigerung von 1,8 %. Besonders stabil zeigte sich der Mietmarkt: Neuwertige Mietwohnungen kosteten im Durchschnitt 10,07 Euro/m² – ein Anstieg von 3 % gegenüber dem Vorjahr und damit unter der Inflationsrate.

Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass der Wohnungsmarkt Kärntens trotz herausfordernder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen relativ stabil bleibt. Die Nachfrage nach Mietwohnungen bleibt insbesondere in den urbanen Regionen hoch.

Die gute Nachfrage nach Gewerbeimmobilien ist wohl auch auf die Inbetriebnahme des Koralmtunnels zurückzuführen.

- © ÖBB/evmedia

Gewerbeimmobilien: Leichte Preissteigerungen, stabile Nachfrage

Auch der Markt für Gewerbeimmobilien zeigt Bewegung. Neuwertige Büroflächen verteuerten sich um 2 %, während die Preise für Geschäftslokale weitgehend stagnierten.

„Der Wirtschaftsraum Kärnten bleibt trotz der unsicheren Konjunkturlage ein attraktiver Standort. Dies bestätigt die gute Nachfrage nach Gewerbeimmobilien, die auch auf die Inbetriebnahme des Koralmtunnels zurückzuführen ist, der ab 14. Dezember die AREA SÜD, den Wirtschaftsraum im Süden Österreichs, erschließen wird“, so Perkonig.

Koralmbahn: Was hat sie mit dem Immobilienmarkt Kärntens zu tun?

Diese Entwicklung könnte sich langfristig positiv auf den Standort Kärnten auswirken, indem neue Investitionen und Unternehmensansiedlungen gefördert werden.

Zukunftsausblick: Markt braucht Impulse für Neubau und Sanierung

Experten warnen jedoch vor einer möglichen Angebotslücke in den kommenden Jahren. „Wenn wir keine Maßnahmen setzen, werden wir in eine Angebotslücke rutschen, die den Markt ab 2025/26 stark unter Druck setzen wird“, betont Perkonig.

Er fordert rechtliche und finanzielle Anreize, um insbesondere Jungfamilien den Erwerb von Eigentum zu erleichtern. Gleichzeitig müsse der bürokratische Aufwand im Wohnbau reduziert werden, um Baukosten zu senken und leistbares Wohnen zu ermöglichen.

Immobilienpreisspiegel: Wichtige Datenbasis für Kärnten

Der Immobilienpreisspiegel liefert eine detaillierte Analyse der Preisentwicklungen in Kärnten. Die 36. Ausgabe dieser Marktübersicht des WKÖ-Fachverbandes Immobilienwirtschaft stellt Preistrends nach Immobilienform, Lage- und Ausstattungsqualität sowie Objektgröße dar und bildet damit eine essenzielle Informationsquelle für Investoren, Bauträger und Immobilienkäufer.

Während der Kärntner Immobilienmarkt 2024 von Stabilität geprägt war, könnten die kommenden Jahre verstärkt von Angebotsengpässen und steigenden Anforderungen an Neubau und Sanierung beeinflusst werden. Die Entwicklung der politischen Rahmenbedingungen und wirtschaftlichen Impulse wird für den Markt entscheidend sein.

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