Generali News : Generali und BPCE planen Joint Venture zur Schaffung eines führenden Vermögensverwalters

Der obere Abschnitt des Generali Tower, ein Wolkenkratzer entworfen von der Architektin Zaha Hadid, in Mailand vor blauem Himmel. Das Gebäude beherbergt die Büros von Assicurazioni Generali.

Ein zentraler Aspekt des Zusammenschlusses ist die starke geografische Präsenz in Frankreich, Italien und den USA. 

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Die Finanzkonzerne Assicurazioni Generali und BPCE haben eine unverbindliche Absichtserklärung unterzeichnet: Sie wollen ein Joint Venture zwischen ihren Vermögensverwaltungsgesellschaften Generali Investments Holding und Natixis Investment Managers zu gründen. 

Beide Unternehmen sollen jeweils 50 Prozent der Anteile halten, wobei die Führungs- und Kontrollrechte ausgewogen verteilt werden.

Das geplante Joint Venture zielt darauf ab, einen weltweit führenden Vermögensverwalter zu schaffen. Mit einem verwalteten Vermögen von 1,9 Billionen Euro würde das Unternehmen auf Platz 9 der globalen Rangliste und als größter Vermögensverwalter Europas positioniert sein. Der Jahresumsatz wird mit 4,1 Milliarden Euro beziffert.

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Ein zentraler Aspekt des Zusammenschlusses ist die starke geografische Präsenz in Frankreich, Italien und den USA. Diese wird durch diversifiziertes Fachwissen und ein breites Spektrum an hochqualifizierten Investmentgesellschaften ergänzt. Das Unternehmen soll führend in der Vermögensverwaltung von Versicherungen sein und dieses Segment weiter ausbauen.

Joint Venture als einmalige Gelegenheit

Zu den geplanten strategischen Vorteilen gehören ein erweitertes Angebot an privaten Vermögenswerten, um auf die steigenden Kundenanforderungen einzugehen, sowie globale Vertriebskapazitäten, die auf innovative und diversifizierte Anlagestrategien setzen. Das Startkapital von Generali in Höhe von 15 Milliarden Euro soll die Umsetzung dieser Ziele unterstützen.

Die Führungsstruktur des Unternehmens spiegelt die gemeinsame Kontrolle wider. Nicolas Namias, Vorstandsvorsitzender von BPCE, wird Vorsitzender des Verwaltungsrats, während Philippe Donnet, CEO der Generali Group, als stellvertretender Vorsitzender fungiert. Woody Bradford, derzeit CEO von GIH, soll die Leitung des Unternehmens übernehmen, unterstützt von Philippe Setbon, CEO von Natixis IM, als stellvertretendem CEO.

Generali-CEO Philippe Donnet betont, dass das Joint Venture eine einmalige Gelegenheit biete, ein führendes europäisches Unternehmen und einen globalen Top-10-Vermögensverwalter zu schaffen. Er verwies auf die langfristige Vision der Generali, ihre Transformation und Diversifizierung weiter auszubauen, um den sich wandelnden Kundenbedürfnissen gerecht zu werden. Besonders Italien und andere Märkte würden von den erweiterten Investitionsmöglichkeiten profitieren, die das Joint Venture biete.

"Die Partnerschaft mit BPCE, die eine ähnliche Kultur und einen ähnlichen operativen Ansatz verfolgt, bietet ideale Voraussetzungen für eine reibungslose und erfolgreiche Integration des gemeinsamen Geschäfts", so Donnet.

Vor dem Abschluss der Transaktion, der bis Anfang 2026 erwartet wird, müssen noch die üblichen behördlichen Genehmigungen eingeholt und die jeweiligen Arbeitnehmervertretungen konsultiert werden.