Linz AG Hafen : Linz AG setzt auf Landstrom im Hafen: Weniger Emissionen für Binnenschiffe

Bereits seit 2014 bietet der Hafen erste Landstromanschlüsse, die schrittweise erweitert wurden.
- © LINZ AG/FotokerschiDie Linz AG baut ihr Angebot an Landstromstationen für die internationale Binnenschifffahrt weiter aus. Neben den bestehenden Versorgungsstellen an den Donauländen in Linz und Engelhartszell stehen nun auch im Handelshafen insgesamt acht Landstromstationen zur Verfügung. Damit können Schiffe emissionsfrei mit Energie versorgt werden, wodurch der Einsatz von Dieselaggregaten entfällt.
Nie mehr die wichtigsten lokalen Nachrichten aus dem Donauraum Österreichs aus Wirtschaft und Politik verpassen. Abonnieren Sie unseren wöchentlichen Newsletter: Hier geht’s zur Newsletter-Anmeldung!
Bereits seit 2014 bietet der Hafen erste Landstromanschlüsse, die schrittweise erweitert wurden. Anfang 2025 gingen zwei weitere Stationen im Bereich Hafenbecken 2 ans Netz. Insgesamt stehen nun 22 Powerlock-Anschlüsse mit 400 Ampere sowie mehrere CEE-Anschlüsse mit unterschiedlichen Leistungsstufen zur Verfügung. Je nach Größe und Verbrauch können gleichzeitig bis zu 22 Schiffe Landstrom beziehen.
Landstrom als Beitrag zur Reduzierung von Emissionen
Mit der Bereitstellung von Landstrom will die Linz AG aktiv zur Reduktion von Lärm- und Schadstoffemissionen beitragen.
„Unsere Strategie verbindet wirtschaftliches Wachstum mit umweltfreundlichen Lösungen. Der Ausbau der Landstromversorgung ist ein wichtiger Schritt zur nachhaltigen Transformation des Hafens“, erklärt Erich Haider, Generaldirektor der Linz AG.
Hafendirektor Harald Kronsteiner betont die Bedeutung der nachhaltigen Energieversorgung für den Schiffsverkehr: „Umweltschutz ist für uns ein zentrales Anliegen. Daher setzen wir konsequent auf eine landseitige Stromversorgung und bieten diese Lösung der Binnenschifffahrt offensiv an.“
Landstrompflicht für eine saubere Hafeninfrastruktur
Um den Umstieg auf emissionsfreie Energie im Hafen zu gewährleisten, ist die Nutzung der Landstromanschlüsse in den dafür vorgesehenen Anlegebereichen verpflichtend.
Bordaggregate dürfen nur bis zum darauffolgenden Werktag betrieben werden. Danach ist die Nutzung von Landstrom vorgeschrieben. Diese Regelung ist in der Hafenordnung verankert und wird von der Hafenmeisterei streng kontrolliert.
Schiffseigner und Reedereien finden auf der Website des Hafens Linz (www.hafenlinz.at) alle relevanten Informationen zur Nutzung der Landstromstationen sowie einen Lageplan zur Orientierung.
Nachhaltige Energieversorgung für Winterlieger
Besonders bei Donaukreuzfahrt-Reedereien ist der Linzer Hafen als Winterliegeplatz gefragt. Bis zu 26 Schiffe überwintern jährlich zwischen November und April im Handelshafen. Neben der Strom- und Wasserversorgung profitieren die Schiffe von der Nähe zur ÖSWAG-Werft, Lebensmittelversorgern und dem Linzer Stadtzentrum.
Um auch in dieser Zeit den Schadstoffausstoß zu minimieren, sind Landstromanschlüsse für Winterlieger verpflichtend. Nur in Ausnahmefällen – wenn alle Liegeplätze mit Landstromstationen belegt sind – ist die Nutzung eines Generators gestattet.
Die Linz AG verfolgt mit diesem Maßnahmenpaket das Ziel, nachhaltige Alternativen für die Binnenschifffahrt zu etablieren und die Umweltbelastung in Hafenbereichen weiter zu senken.
🔎 Noch mehr Wirtschaftseinblicke gefällig?
Folgen Sie uns auf LinkedIn und bleiben Sie über aktuelle Themen, spannende Interviews und Trends aus der Wirtschaft immer auf dem Laufenden! 🚀💼
🎙️ Wirtschaft im Ohr – Ihr Wissensvorsprung! 🚀
Jetzt den neuen Wirtschafts-Nachrichten Podcast entdecken: Aktuelle Trends, Expert:innen-Insights & spannende Analysen – kompakt & auf den Punkt. 🎧
🔊 Jetzt reinhören: wirtschafts-nachrichten.at/podcasts